
Heute Morgen klingelt auf „Ratokker“ tatsächlich ein Wecker. Die jungen Leute wollen um 9:00 abfahren.
Gemeinsames Frühstück ist also nicht mehr drin. Aber ich kaufe schnell bei Brugsen ein Brot und es gibt Stullen für unterwegs. Joni holt das Auto wieder bis zur Schranke am Yachthafenparkplatz und es wird umgestaut.

Zurück an Bord räumen wir erst einmal auf und frühstücken dann in aller Ruhe. Danach weiter räumen, die Koje in der Segellast ausbauen und die Tür wieder einbauen.

Nach intensivem Studium der Wettersituation beschließen wir, heute noch nach Aarhus weiter zu segeln.
Gleich nach dem Auslaufen setzen wir die Segel und laufen unter Autopilot die Küste hoch gen Norden. Dann ist plötzlich der Wind nur noch auf 3 m/s. Also Motor an. Gott sei Dank hält die flaue Periode aber nur kurz an und wir können wieder segeln.
Schon von Ferne sehen wird, wie eine Schnellfähre aus Aarhus ausläuft und kurz danach eine andere Fähre einläuft. Wetten, dass die genau wieder auslaufen will wenn wir gerade im Hafenbereich ankommen? Genau- Wette gewonnen. Die Fähre soll laut Fahrplan um 16:30 auslaufen und wir sind 16:28 kurz vorm Hafen. Also Genua einrollen um Geschwindigkeit aus dem Schiff zu nehmen. Aber auch um 16:30 werden noch Autos verladen. Um nun noch an der Fähre vorbeizukommen nehmen wir den Motor zu Hilfe. Kaum sind wir um die Mole rum ….. erst ein langer und dann fünf kurze Töne. Wir fahren aber weiter. Und nun kommt aus dem inneren Hafenteil auch noch die Personen-Schnellfähre nach Samsø. Erst als die passiert hat, legt die große Schnellfähre tatsächlich ab. Warum hatte der dann aber schon seine Signale gegeben?

Geht aber alles klar und vor dem Yachthafen bergen wir dann auch das Großsegel.
Dies ist jetzt auf dieser Sommertour tatsächlich der erste neue Hafen für uns. Man sollte meinen, nach über 50 Jahren auf der Ostsee kann das eigentlich in diesem „Nahbereich“ gar nicht mehr passieren.
Wir laufen ganz in den inneren Hafen und ein Däne von einem Motorboot signalisiert uns, dass am gegenüberliegenden Schlengel ein Platz mit Sonne und Wind von achtern frei ist. Das nehmen wir gerne an. Damit liegen wir beim örtlichen Motorbootclub und die Faszilitäten im Clubhaus erweisen sich als einfach nur super.
Zum Abendbrot gibt es Frikadellen mit Erbsen und Möhren und Tunø-Pellkartoffeln.

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