Mittwoch, den 22. Juli 2026 Kiel –> Rendsburg

Es ist tatsächlich schon 10:15 Uhr als ich wach werde. Wir packen unsere Duschklamotten, aber die Sanitäranlagen in den Katakomben werden grade einer Grundreinigung unterzogen. Ist ja aber kein Problem, denn hinter der DGZRS gibt es ja ein weiteres Waschhaus, wo die Familienduschen sogar noch etwas größer sind. Hartmut besorgt im Selbstbedienungsladen Brötchen und wir frühstücken in Ruhe.

Als er danach zu den Hafenmeistern will, um sich die Windmessanlage nochmal anzusehen, weise ich ihn darauf hin, dass die Mittagspause haben, also guckt er erstmal in seinen PC. Das ist auch gut so, denn dabei stellt er fest, dass in Holtenau nicht heute sondern morgen wieder nur eine Schleuse zur Verfügung steht. Also nachdem das mit der Windmessanlage ausgecheckt ist (das einen Gerät muss repariert oder ausgetauscht werden) folgt ein Pflughauptscher Alarmstart Richtung Holtenau. Macht auch gar nichts, denn in Rendsburg kann man deutlich besser einkaufen als in Schilksee. Auf der Förde pustet es wie angekündigt ordentlich.

Ich hatte vor ein paar Tagen gesehen, dass die „Hevandelli“ mit Anna und Malin in Holtenau liegt und die Mädels letzte Arbeiten vor ihrer Reise gen Nordkap erledigen. Ich folge denen und ihren Abenteuern auf dem Wasser ja seit diversen Jahren auf Insta und wir fahren bei ihnen vorbei, um ihnen eine Flasche La Vialla Champus als „Lofotenflasche“ zu überreichen. Da werden sie aber diesen Sommer gar nicht mehr hinkommen sondern Schwedens Ostküste und Finnland bereisen, weil wir es ja schon Ende Juli haben. Na gut, wird die Flasche halt bei einer anderen guten Gelegenheit geköpft.

Heute hat wieder ein launiger Schleusenmeister Dienst und nimmt ein paar wartende Sportboote alleine in die große Schleuse. Dadurch mussten wir nicht allzu lange warten laufen gegen reichlich westlichen Wind mit knappen 5 kn Rendsburg entgegen.

Unterwegs fängt unser Echolot an zu spinnen und zweit Werte um 320m an. Sooo tief ist der Kanal ja nun wirklich nicht.

Die Lücke in der neuen Rader Hockbrücke wurde ja in der vergangenen Woche durch das Hochziehen des Mittelteils geschlossen. Damit sieht das jetzt ja schon mal wie eine richtige Brücke aus.

In Rendsburg beim RVR ist es so voll, wie wir das noch nie erlebt haben. Auf der Leeseite des langen Steges sind zwar zwei Boxen frei, haben aber ein rotes Schild. Auch an den anderen Stegen können wir keine Lücke erkennen. Also müssen wir an die Luvseite des langen Steges. Den ersten Anlauf brechen wir ab und beim zweiten Anlauf kommt natürlich genau eine Bö und Elske bekommt die Luv-Achterleine nicht über den Pfahl. Ich habe mit dem Leepfahl mehr Glück. Und wir haben eine Handvoll helfender Hände auf dem Steg und dem luvseitigen Nebenlieger. Mittels Schlauchboot klappt es dann auch mit der zweiten Achterleine.

Zum Abendbrot gibt es Rindfleisch in Tomaten- und Lauchzwiebel-Soße.

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