Mittwoch, den 10. Juni 2026 Baagø – 2. Hafentag

Als ich um 8.30 wach werde scheint die Sonne, es pustet unverändert und der junge Mann im Vorschiff schläft noch.

Wir frühstücken, Hartmut baut die Räder auf, ich suche vor dem Abwasch noch schnell weiße Wäsche zusammen. Die wird schnell gestartet bevor wir um 10:39 an Bord der Fähre gehen, jedenfalls war das die Absicht, was sich aber später als Trugschluss darstellt. An Bord der Fähre stelle ich fest, dass wir unsere Fahrradschlösser vergessen haben und Hartmut macht einen Spurt zurück an Bord, denn auch die Fährenfee meint, dass sei nicht so gut ohne. Die warten ganz entspannt, bis er pünktlich 1 Minute vor Abfahrt zurück ist.

In Assens fahren wir erstmal zum Schiffausrüster. Wir brauchen nichts, aber eine extrem dunkle Wolke und Gegrummel lassen einen Unterstand sinnvoll erscheinen. Es schüttet inklusive Hagel mal wieder 10 Minuten und auf der Strasse bilden sich tiefe Pfützen.

Auf dem Weg in die Einkaufszone checken wir die Lage bei Super Brugsen. Dort kostet das Hancock Bier nur 28 Dkr. Bei aller Liebe zum Hafenkiosk (dort kostet es 80) muss das nachher mit. Auch bei netto wird das Angebot begutachtet und nach einem kleinen Umweg zu Rema 1000 dort erste Vorräte eingekauft. Dann geht das gleiche Prozedere rückwärts. Nach dem netto-Einkauf bummeln wir die Einkaufsstraße runter und gucken in das eine oder andere Geschäft. Schließlich geht unsere Fähre zurück nach Baagø erst um 15 Uhr.

Schöne Haustür

Ich probiere in einem Laden eine Kuscheljacke von Red and Green, die mitmuss. Meine heißgeliebte Gill-Jacke hatte ich ja mit Rücksicht auf Hartmut, der die gar nicht ausstehen kann zu Hause gelassen und schon schwer vermisst.

Danach gönnen wir uns den ersten dänischen HotDog

und am Hafen sogar noch ein Eis,

bevor es gegen ordentlich Welle mit der Fähre zurück auf die Insel geht.

Dort will ich die Wäsche in den Trockner tun, aber siehe da, sie ist warm, aber trocken, sprich die Waschmaschine hat nicht gestartet. Da wir die gemeinsam nicht zum Laufen kriegen kommt die Kioskbesitzerin Marianne zur Hilfe. Man muss nach dem Waschmitteleinfüllen erneut den Startknopf drücken. Dazu ist es morgens ja nicht gekommen, weil ich 1. einen Wasch-Tap in der Maschine hatte und 2. ja gleich nach dem ersten Start auf die Fähre gesprintet bin. Also Spiel von vorn, aber da ein Teil der Wäsche später noch an der Seereling trocknet alles kein Problem.

In Anbetracht der für morgen angesagten flauen Winde mit Schauern beschließen wir, für einen weiteren Hafentag hier zu bleiben und dann am Freitag in einem Rutsch nach Bogense oder Juelsminde zu laufen. Deshalb bleiben die Fahrräder auf dem Steg, damit wir morgen nochmal über die Insel radeln können.

Zum Abendessen gibt es Hähnchenkeulen in scharfer Tomatensoße mit Porree.

Hat wieder ordentlich geweht

Views: 1