Anstatt das Fahrrad auszustauen lautet die Entscheidung in den Stadthafen zu verholen und dann zu Kvickly zu gehen.
Also nach dem Frühstück ablegen und zunächst einmal tanken. Ist GTL-„Diesel“ und mit umgerechnet 2,42 EUR auch kein Schnapper. Aber es gibt halt keine Alternative. Die kleinen Poller an der Tankpier sich total blöde verteilt, so dass unser Anleger etwas mir ablandigem Wind etwas dusselig ausfällt und wir in die Spring eindampfen müssen, um richtig anlegen zu können.
Immerhin haben wir Glück, dass der Strom im Kleinen Belt heute mit uns ist.
Im Stadthafen hängen überall Schilder mit „Reserviert für…“. Aber wir finden doch noch einen Platz an der Pier in der hintersten Ecke.
Zunächst zum Fischhöker, dessen Sortiment um Längen besser ist als es seine Präsentation im Internet vermuten lässt. Das wird heute Abend lecker.
So wie die Einkaufsstraße in Haderslev durchaus an Attraktivität verloren hat so hat sie hier in Middelfart gewonnen. Viele nette Geschäfte. Selbst H&M und Normal sind jetzt vertreten. Naja, sind ja auch viele Neubauten direkt am Wasser entstanden und die Bevölkerung ist in den letzten 10 Jahren um 7% auf gut 40.000 Einwohner gewachsen. Und wieder stellen wir fest, dass die Kommunen hier entweder über mehr Geld verfügen oder besserwirtschaften können als in Deutschland, wenn man sieht, was hier alles möglich ist.

Bei Brugsen = Kvickly soll es Sim-Karten von Lebara geben. Das ist aber falsch. Ich könnte da zwar Guthaben kaufen aber keine Sim-Karte. Also zurück in die Einkaufsstraße, wo es einen Handyshop gibt. Der repariert zwar Handys und verkauft Handy-Zubehör aber hat eben keine Sim-Karten. Nach seiner Aussage gibt es die aber im Kiosk am Bahnhof.
Also laufe ich zum Bahnhof während Elske zurück an Bord geht und dabei der Kirche einen Besuch abstattet.
Dieser Kirchenbesuch

ist wesentlich erfolgreicher – nämlich ein Foto – als mein negativer Versuch im Bahnhofskiosk.

Also Ablegen und weiter in Richtung Fredericia. Google nennt gleich vier potentielle Geschäfte.
Wir machen im Stadthafen – hier muss man immer noch nicht übernachten – fest und ich überlege: Fahrrad ausstauen oder zu Fuß? Die Faulheit siegt und ich laufe los.
Auch hier hat sich die Einkaufsstraße gegenüber unserem letzten Besuch 2020 deutlich gemausert- Ziemlich am Anfang ist so ein fernöstlicher Kiosk mit allem Möglichen. Kann man ja mal fragen. Und siehe da, ich bekomme meine Sim-Karte für 49,- DKR.
Also zurück zu „Ratokker“ und auslaufen. Wir entscheiden uns als Ziel für Juelsminde. Das wird aber eine Motortour, da Wind genau von achtern erst noch weniger und dann um die 5 m/s. Und das ist exakt etwas zu wenig. Außerdem soll es ab 18:00 regnen und wir wollen bei den immer noch kühlen Temperaturen – immerhin etwas höher als gestern – nicht auch noch nass werden.
Auf Höhe des Vejle Fjord sehe ich auf AIS die „Diva“ vom SVAOe, die am 700sm Tanis-von-der-Mosel-Race teilnimmt und auf der Henrike, die Tochter unseres Vereinsbesitzers mitsegelt. Wir ändern den Kurs und machen eine Reihe von Fotos als wir der „Diva“ begegnen.

Exakt beim Anlegen in Juelsminde beginnt es zu tröpfeln. Schon wieder geht da eine Uhr verkehrt!
Zum Abendbrot gibt es die Schollen und Rotzungen mit Pellkartoffeln, Dill-Dip und Gurken (als Deko).

Der Abend klingt mit einem geteilten Leffe im Cockpit aus.
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