Wie angekündigt hat es heute Nacht geregnet aber als wir nach 9:00 Uhr aufstehen ist zwar der Himmel noch grau in grau aber es ist trocken.
Nach dem Frühstück ist Aufklaren angesagt und wir legen wie geplant kurz nach 11 ab.

Ausgebaumte Genua und Groß mit Bullenstander oder doch Gennaker? Bei der Windrichtung – es weht aus Südwest – und unserem Reiseziel Marstal mit einem Kurs von ca. 30° haben wir einen Platt-vor-dem-Laken-Kurs.

Wir entscheiden uns für den Gennaker (zumal Elske es hasst, mit ausgebaumter Fock vor dem Wind zu laufen, weil dann alles so festgezurrt ist und die Segel oft trotzdem schlagen). Den kann man schnell mal wieder eintüten und gegen die Genua tauschen, wenn es aufbrist. So laufen wir faul mit Johann‘s Hilfe Richtung Marstal. Inzwischen scheint auch die Sonne, die schon so richtig Kraft hat und es gleich wieder deutlich wärmer macht.

Auf unserem Weg brist es manchmal auf und es fallen auch zwei Mal ein paar Tropfen. Ansonsten verläuft die Reise unspektakulär. Etwa acht Seemeilen vor Marstal aber legt sich der Wind schlafen und wir laufen nur noch 2,9 Knoten. Also Gennaker in den Strumpf und runter. Dann die Maschine an. Der Seegang ist aber noch ganz schön eierig.
In Marstal laufen wir bis zum letzten Steg und machen mit der Nase im Wind nach unserem ersten Ostseeschlag in diesem Jahr fest.

Ganz schön leer noch hier im Hafen. Die Anzahl der Gastlieger macht nur einen Bruchteil der freien Liegeplätze aus.

Zum Abendbrot gibt es Pellkartoffeln mit Matjes in Sahnesoße.

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