Dienstag, den 16. Juni 2026 Haderslev –> Middelfart Yachthafen

Erste Maßnahme des Tages nach dem Aufstehen heißt nochmal die super-Sanitäranlagen nutzen. Hier kann man in den Familienduschen duschen OHNE seine Kleidung mit zu duschen. Das Waschbecken ist vernünftig groß, der Spiegel ebenso und die Beleuchtung stimmt auch ziemlich. Und auch nach ein paar Jahren ist alles noch immer prima in Schuss und sauber!

Während sich Elske um das Frühstück kümmert fahre ich noch einmal einkaufen. Brot vom Bäcker und etwas Lebensmittel von 365.

In aller Ruhe frühstücken wir wie immer im Cockpit. Alle Nebenlieger sind schon ausgelaufen. Na ja, das kennen wir ja schon seit Jahrzehnten.

Dank der festen Leinen von den Pfählen zum Steg verläuft das Ablegemanöver mit einer Sorgleine trotz des Querstroms völlig problemlos.

Wir motoren vorm Wind den Haderslev Fjord gen Kleiner Belt. Zum Segeln ist es etwas zu wenig. Dafür ist es recht kalt.

In der Mündung setzen wir zunächst das Großsegel. Als ich unsere Zeiserspinne abbaue fährt Elske eine unfreiwillige Halse und ich bekomme den Baum an den Kopf und gehe beinahe über Bord. Uff – gerade noch einmal gut gegangen. Cappy und Kapuze scheinen etwas gedämpft zu haben, aber ich habe ‘nen ordentlichen Brummkopf. Jedenfalls keinerlei weitere Blessuren.

Als wir aus der Mündung raus sind rollen wir auch die Genua aus und mit gut sechs Knoten geht es nordwärts.

Man ist das kalt! Eben über 13° im Cockpit unterm Reitbalken. Haben wir März oder Oktober? Irgendjemand hat sich wohl im Kalender geirrt.

Immerhin laufen wir mit fast halben Wind zwischen dem Festland und Barsø gen Norden. Ob der Temperaturen beschließen wir, unsere heutige Tagesetappe im Yachthafen von Middelfart zu beenden, wo wir in Lee eines Schlengels mit der Nase im Wind einen Liegeplatz mit grünem Schild finden.

Neue Gebäude am Hafen – finanziert von der EU

Und dann ist plötzlich am frühen Abend unser Internet weg. Ein Blick in das FritzBox-Programm sagt, dass keine Sim-Karte vorhanden sei. Dabei steckt sie doch im Gerät. Also mit der Aldi-Sim-Karte aus Otterndorf einen Test gemacht. Diese Karte wird erkannt, kann aber nicht genutzt werden. Logisch, die habe ich ja auch gar nicht aktiviert. Der Versuch über einen Vodafone-Chat etwas zu erfahren scheitert. Ein Telefonanruf klappt auch nicht. Chatti’s Hinweise führen auch nicht weiter als zu der Erkenntnis, dass die Karte wohl defekt sein könnte. Also morgen früh Fahrrad rausholen und in die Stadt fahren und eine Sim-Karte von Lebara kaufen.

Zum Abendbrot gab es übrigens Rippchen mit Pellkartoffeln und Spitzkohl.

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