Donnerstag, den 23. Juli 2026Rendsburg -> Wewelsfleth

Nach dem Aufstehen heißt es erst einmal Einkaufen. Da wir nicht viel besorgen wollen und es ja bis zu ALDI und Edeka nicht sehr weit ist, verzichten wir auf das Ausstauen und Aufbauen der Fahrräder.

Bei ALDI bekommen wir eigentlich alles was wir benötigen, aber Elske kauft bei Edeka noch ne Flasche Rum, wovon Rasmus auf der Elbe später gleich einen ordentlich Schluck kriegt.

Zurück an Bord klaren wir den Rest auf. Wir müssen aber noch tanken. Ich hatte mal auf den Preis beim RVR geschaut.  2,46 €/Liter. Ganz schön teuer! Außerdem ist es 1. Kurz vor 10:00 Uhr (dann macht die Tankstellen nämlich zu) und 2. liegen da noch andere Tankwillige. Als wir ablegen läuten die Kirchenglocken 10 Uhr und damit fällt endgültig die Entscheidung, zu Schreiber zurück zu fahren. Das soll sich dann aber insofern als Fehler herausstellen, da der Sprit dort nämlich 2,75 €/Liter. Dumm gelaufen!

Dann geht es aber gen Brunsbüttel und Elske macht Schnittchen.

Bis zur Weiche Kudensee läuft alles im 10km-Wechsel-Takt unproblematisch,

aber dann: 3x rot, was für uns Warten bedeutet. Aus dem Brunsbüttler Kanalhafen wird ein „6er“-Dampfer mit Schleppern zur Schleuse gezogen. Im NOK werden die Schiffe nach Länge-Breite und Tiefgang in Verkehrsgruppen von 1 bis 6 eingeteilt (Sportboote z.B. Verkehrsgruppe 1). Begegnen dürfen sich in Summe nur max. 6 und da der Dampfer entsprechend groß ist, heißt das eigentlich für alle anderen Warten. Die Yacht vor uns spricht mit der diensthabenden Lotsin in der Leitzentrale und da wir ja noch ein ganzes Ende zu fahren haben entscheidet sie ganz pragmatisch: „Fahren sie mal unter Beachtung der nötigen Sorgfalt weiter, ich schalte das Signal dann schon mal wieder um.“   So geht das auch! Während die Schleusenmeister in Holtenau bis auf eine Ausnahme genauso vorausblickend mit der Sportschifffahrt umgehen und oft sogar noch einen launigen Spruch dabei haben, sind ihre Kollegen auf der Brunsbüttler Seite fast ausnahmslos das krasse Gegenteil. Man wartet bei Wind und Wetter oft Stunden vor den Schleusen und fährt in ungemütlicher See auf und ab, weil es keine geschützte Wartemöglichkeit gibt. Aktuell wird das mit Personalmangel begründet!?!

Vor den Schleusen müssen wir dann auch nur ca. 20 Minuten warten, wobei das im Kanal ja unproblematisch ist, aber wir ja noch weiter nach Wewelsfleth wollen.

Elbauf schiebt uns die Tide vor Genua,

aber am Störsperrwerk müssen wir auch ein paar Kreise fahren. In Wewelsfleth kriegen wird nen Liegeplatz störaufwärts Innenkante vom Schlengel.

Wir klaren schnell auf, bauen Büdchen und die Kinder kommen uns auf dem Weg in die Deichreihe schon entgegen.

Hjördis hatte sich Wurzel- und Kartoffeleintopf gewünscht, den in unserer Familie nicht Alle besonders schätzen. Deshalb gibt es besonders für Hartmut Gegrilltes dazu. Normalerweise koche ich den Zuhause auf einem Soßenrest, was dem Geschmack sehr zuträglich ist. Heute wird etwas mit Knorr und Allnatura „gezaubert“, wird aber nicht beanstandet.

Auf dem Weg an Bord ist die Tür beim Hafenmeister Ikke noch auf und da wir noch Hafengeld bezahlen müssen, gucken wir rein.

Wir werden geradezu genötigt Platz zu nehmen und haben bei einem Bier noch einen netten Plausch mit Wewelsflethern und Campern, die dort mit ihren Wohnmobilen an Land stehen. 

Views: 9