Sonnabend, den 25. Juli 2026 Wewelsfleth –> Yachthafen Wedel

Bevor wir noch mit der Tide und schiebendem Wind nach Hause schippern frühstücken wir erneut in der Deichreihe.

Seit gestern Abend sind wir „eingeparkt“, aber mit Führung unserer Vorleine an Land und Abhalten des Motorbootschippers klappt unser Ableger einwandfrei.

Die Kinder winken.

Als wir durchs Sperrwerk laufen kommt das böse Erwachen. Nicht nur das es ganz ordentlich weht, nein statt West kommt der Wind fast aus Süd und beschert uns mit schwänzelnden Winden um 50 Grad zwischen 188 und 248 einen Hoch-am-Wind-Törn. Mal kann ich nicht mal Rhinplatte Süd anliegen, mal kann ich problemlos Krautsand ansteuern. Total nervig und dabei ist es ordentlich böig. Noch am Montag merke ich Muskelkater im Arm vom Reißen an der Pinne. Unterm Schwarztonnensand laufe ich bei allerbestem glatten Wasser grade noch bei einer Tiefe von 10,2m bis wir sanft aber abrupt zum Stehen kommen. Da ziemlich genau Hochwasser ist, brauchen wir unter Maschine fast 10 Minuten bis wir da wieder runter sind. Puuh, es hätte grade noch gefehlt, wenn wir zum Abschluss unser Sommertour ne Tide auf dem Schwarztonnensand verbracht hätten, zumal das so dicht am Fahrwasser sehr unangenehm hätte werden können. Das war nun schon das zweite Mal, dass ich auf dieser Sommertour auf Schiet gefahren bin. Ein Blick auf den Kartenplotter soll manchmal Wunder wirken!

Der Rest bis zum Yachthafen verläuft bis auf die Tatsache, dass es beim Segelbergen plötzlich mit 12m/s weht, unproblematisch.

Wir haben Glück und können im HYG an einem Liegeplatz vorne beim Hafenmeisterhäuschen zum Ausstauen festmachen, wo Dörte Stryi unsere Leinen entgegennimmt. Wir klönen erstmal ‘ne Runde und nehmen dann alles was irgendwie ins Auto passt mit nach Hause, weil es morgen regnen soll. Anschließend verholen wir auf unseren Liegeplatz.

Das Auto war zwar pottdreckig aber problemlos angesprungen, machte allerdings hinten seltsame Klackergeräusche, die wir nicht ergründen konnten. Der am Sonntag zur Hilfe gerufene ADAC (nicht, dass wir damit zur Werkstatt fahren und das Auto dabei erst richtig kaputt geht?) diagnostizierte Rost auf den hinteren Bremsen, der sich durch das lange Stehen in der z.T. feuchten Yachthafenluft gebildet hat. Ist unproblematisch und fährt sich ab.

Während Hartmut das Auto auslädt, gehe ich schnell auf die andere Straßenseite und kaufe etwas fürs Wochenende ein.

Dann gehen wir zu „unserem“ Türken Aytac

und essen wie immer No 9 (Scampies in Öl und Gemüse) als gemeinsame Vorspeise

und ich dann No 59 (Kleiner Dönerteller mit Pommes, Tsatsiki und Salat) und Hartmut No 71 (Mevlana Köfte: 3 Hacksteks mit Schafskäsefüllung und Salat, diesmal versehentlich mit Reis statt mit Pommes) und dazu je ein leckeres Efes (süffiges türkisches Bier).

Bevor wir Zuhause in unsere 1,40m breiten Betten verschwinden (Luxus nach 8 Wochen Koje auf „Ratokker“) genießen wir es noch, in unseren Sesseln wieder die Füße hochlegen zu können.

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Freitag, den 24. Juli 2026 Wewelsfleth – Hafentag

Nach einer ruhigen Nacht – früher lag man auf der Stör wegen der starken Strömung immer sehr unruhig – holt Hartmut schnell Brötchen bei Nahkauf.

Wir frühstücken in Ruhe und da Hjördis noch arbeiten muss, fahren Joni, Wim und ich zum Einkaufen nach Glückstadt. Dann wird sie nicht gestört. Nach einem Einkauf bei Lidl möchte ich nochmal zu Jawoll, wo man laut Joni immer Dinge kauft, von denen man vorher gar nicht wusste, dass man sie dringend braucht. Und siehe da, ich entdecke eine große Dose Quality Street, die dann wirklich nicht da stehen bleiben darf.

In der Deichreihe schnippele ich Rosen, Kommentar Wim: „das möchte meine Mama gar nicht“ und wir lesen Abenteuer vom Flugdrachen Kokosnuss, Mathilda, Oskar und Professor Champignon.

Zum Abendessen gibt es für Hjördis und Wim reichlich Reste von gestern und für uns anderen Lachs mit Gurke in Cremefraich-Dill-Soße mit Kartoffeln.

Wir klönen wieder noch etwas und verschwinden dann zu unserer letzten Sommertournacht wieder an Bord von „Ratokker“. Allerdings nicht ohne vorher in der inoffiziellen Hafenkneipe Wewelsfleths einzukehren, die heute rappevoll mit Campern und Wewelsflethern sitzt.  Für uns werden weitere Stühle herangeschafft und zusammengerückt und der Abend klingt wieder besonders lustig aus.

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Donnerstag, den 23. Juli 2026Rendsburg -> Wewelsfleth

Nach dem Aufstehen heißt es erst einmal Einkaufen. Da wir nicht viel besorgen wollen und es ja bis zu ALDI und Edeka nicht sehr weit ist, verzichten wir auf das Ausstauen und Aufbauen der Fahrräder.

Bei ALDI bekommen wir eigentlich alles was wir benötigen, aber Elske kauft bei Edeka noch ne Flasche Rum, wovon Rasmus auf der Elbe später gleich einen ordentlich Schluck kriegt.

Zurück an Bord klaren wir den Rest auf. Wir müssen aber noch tanken. Ich hatte mal auf den Preis beim RVR geschaut.  2,46 €/Liter. Ganz schön teuer! Außerdem ist es 1. Kurz vor 10:00 Uhr (dann macht die Tankstellen nämlich zu) und 2. liegen da noch andere Tankwillige. Als wir ablegen läuten die Kirchenglocken 10 Uhr und damit fällt endgültig die Entscheidung, zu Schreiber zurück zu fahren. Das soll sich dann aber insofern als Fehler herausstellen, da der Sprit dort nämlich 2,75 €/Liter. Dumm gelaufen!

Dann geht es aber gen Brunsbüttel und Elske macht Schnittchen.

Bis zur Weiche Kudensee läuft alles im 10km-Wechsel-Takt unproblematisch,

aber dann: 3x rot, was für uns Warten bedeutet. Aus dem Brunsbüttler Kanalhafen wird ein „6er“-Dampfer mit Schleppern zur Schleuse gezogen. Im NOK werden die Schiffe nach Länge-Breite und Tiefgang in Verkehrsgruppen von 1 bis 6 eingeteilt (Sportboote z.B. Verkehrsgruppe 1). Begegnen dürfen sich in Summe nur max. 6 und da der Dampfer entsprechend groß ist, heißt das eigentlich für alle anderen Warten. Die Yacht vor uns spricht mit der diensthabenden Lotsin in der Leitzentrale und da wir ja noch ein ganzes Ende zu fahren haben entscheidet sie ganz pragmatisch: „Fahren sie mal unter Beachtung der nötigen Sorgfalt weiter, ich schalte das Signal dann schon mal wieder um.“   So geht das auch! Während die Schleusenmeister in Holtenau bis auf eine Ausnahme genauso vorausblickend mit der Sportschifffahrt umgehen und oft sogar noch einen launigen Spruch dabei haben, sind ihre Kollegen auf der Brunsbüttler Seite fast ausnahmslos das krasse Gegenteil. Man wartet bei Wind und Wetter oft Stunden vor den Schleusen und fährt in ungemütlicher See auf und ab, weil es keine geschützte Wartemöglichkeit gibt. Aktuell wird das mit Personalmangel begründet!?!

Vor den Schleusen müssen wir dann auch nur ca. 20 Minuten warten, wobei das im Kanal ja unproblematisch ist, aber wir ja noch weiter nach Wewelsfleth wollen.

Elbauf schiebt uns die Tide vor Genua,

aber am Störsperrwerk müssen wir auch ein paar Kreise fahren. In Wewelsfleth kriegen wird nen Liegeplatz störaufwärts Innenkante vom Schlengel.

Wir klaren schnell auf, bauen Büdchen und die Kinder kommen uns auf dem Weg in die Deichreihe schon entgegen.

Hjördis hatte sich Wurzel- und Kartoffeleintopf gewünscht, den in unserer Familie nicht Alle besonders schätzen. Deshalb gibt es besonders für Hartmut Gegrilltes dazu. Normalerweise koche ich den Zuhause auf einem Soßenrest, was dem Geschmack sehr zuträglich ist. Heute wird etwas mit Knorr und Allnatura „gezaubert“, wird aber nicht beanstandet.

Auf dem Weg an Bord ist die Tür beim Hafenmeister Ikke noch auf und da wir noch Hafengeld bezahlen müssen, gucken wir rein.

Wir werden geradezu genötigt Platz zu nehmen und haben bei einem Bier noch einen netten Plausch mit Wewelsflethern und Campern, die dort mit ihren Wohnmobilen an Land stehen. 

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Mittwoch, den 22. Juli 2026 Kiel –> Rendsburg

Es ist tatsächlich schon 10:15 Uhr als ich wach werde. Wir packen unsere Duschklamotten, aber die Sanitäranlagen in den Katakomben werden grade einer Grundreinigung unterzogen. Ist ja aber kein Problem, denn hinter der DGZRS gibt es ja ein weiteres Waschhaus, wo die Familienduschen sogar noch etwas größer sind. Hartmut besorgt im Selbstbedienungsladen Brötchen und wir frühstücken in Ruhe.

Als er danach zu den Hafenmeistern will, um sich die Windmessanlage nochmal anzusehen, weise ich ihn darauf hin, dass die Mittagspause haben, also guckt er erstmal in seinen PC. Das ist auch gut so, denn dabei stellt er fest, dass in Holtenau nicht heute sondern morgen wieder nur eine Schleuse zur Verfügung steht. Also nachdem das mit der Windmessanlage ausgecheckt ist (das einen Gerät muss repariert oder ausgetauscht werden) folgt ein Pflughauptscher Alarmstart Richtung Holtenau. Macht auch gar nichts, denn in Rendsburg kann man deutlich besser einkaufen als in Schilksee. Auf der Förde pustet es wie angekündigt ordentlich.

Ich hatte vor ein paar Tagen gesehen, dass die „Hevandelli“ mit Anna und Malin in Holtenau liegt und die Mädels letzte Arbeiten vor ihrer Reise gen Nordkap erledigen. Ich folge denen und ihren Abenteuern auf dem Wasser ja seit diversen Jahren auf Insta und wir fahren bei ihnen vorbei, um ihnen eine Flasche La Vialla Champus als „Lofotenflasche“ zu überreichen. Da werden sie aber diesen Sommer gar nicht mehr hinkommen sondern Schwedens Ostküste und Finnland bereisen, weil wir es ja schon Ende Juli haben. Na gut, wird die Flasche halt bei einer anderen guten Gelegenheit geköpft.

Heute hat wieder ein launiger Schleusenmeister Dienst und nimmt ein paar wartende Sportboote alleine in die große Schleuse. Dadurch mussten wir nicht allzu lange warten laufen gegen reichlich westlichen Wind mit knappen 5 kn Rendsburg entgegen.

Unterwegs fängt unser Echolot an zu spinnen und zweit Werte um 320m an. Sooo tief ist der Kanal ja nun wirklich nicht.

Die Lücke in der neuen Rader Hockbrücke wurde ja in der vergangenen Woche durch das Hochziehen des Mittelteils geschlossen. Damit sieht das jetzt ja schon mal wie eine richtige Brücke aus.

In Rendsburg beim RVR ist es so voll, wie wir das noch nie erlebt haben. Auf der Leeseite des langen Steges sind zwar zwei Boxen frei, haben aber ein rotes Schild. Auch an den anderen Stegen können wir keine Lücke erkennen. Also müssen wir an die Luvseite des langen Steges. Den ersten Anlauf brechen wir ab und beim zweiten Anlauf kommt natürlich genau eine Bö und Elske bekommt die Luv-Achterleine nicht über den Pfahl. Ich habe mit dem Leepfahl mehr Glück. Und wir haben eine Handvoll helfender Hände auf dem Steg und dem luvseitigen Nebenlieger. Mittels Schlauchboot klappt es dann auch mit der zweiten Achterleine.

Zum Abendbrot gibt es Rindfleisch in Tomaten- und Lauchzwiebel-Soße.

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Dienstag, den 21. Juli 2026 Sønderborg –>Kiel

Logisch dass der Wind heute ziemlich weg ist – oder?

Nach dem Frühstück ist Aufklaren und Einstauen angesagt bevor wir dann in unserem letzten dänischen Hafen ablegen.

Zuerst können wir mit dem großen Schwarzen noch segeln, aber als der Wind immer wieder unter 5 m/s geht, bringt das für den Weg nach Kiel nicht mehr genug. Zwischenzeitlich kommt dann nochmal kurz etwas Wind durch, aber das ist immer nur von kurzer Dauer. Also Shell-Genua.

Abwechselnd machen wir ne Pause im Vorschiff und Höhe Stollern Grund hat man das Gefühl, wir sind heute ganz allein unterwegs. Kurz vor Bülk kommt dann tatsächlich Wind aber da lohnt das Auspacken der Segel dann auch nicht mehr.

In Schilksee kriegen wir Platz 412 am Steg beim Hafenmeister. Beim Hafenmeisterhaus geht die Windmessanlage nicht mehr. Das eine Instrument zeigt gar nichts mehr an und lässt sich auch durch diverses Knöpfedrücken nicht neu starten. Muss Hartmut sich morgen mal ansehen.

Wir buchen im El Mövenschiss einen Tisch für 19 Uhr und gucken einmal in die Läden. Die bieten rein gar nichts Aufregendes.

Das Abendessen, Tappasplatte,

Entré Cote

und Fischsupp

sind wie immer richtig lecker.

Als wir wieder an Bord gehen, bietet der Nachbar, der auch unsere Leinen angenommen hat, Chardonney oder Bier an und wir gehen auf nen netten Schnack in sein Cockpit. Roger hat früher viele Jahre für Sailaway geskippert und segelt jetzt mit eignem (reichlich verwarzten) Boot anscheinend mit zahlenden Gästen. Grade will er mit dem Agraringenieur Kai einmal um Fünen. Kai guckt sich nochmal „Ratokker“ von drinnen an und nach einem letzten Rum aus der Flasche gehen wir in die Kojen, nachdem wir wegen des für die Nacht und den Morgen angekündigten Regens schnell noch Büdchen gebaut haben.

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Montag, den 20. Juli 2026 Sønderborg – Hafentag 3

Irgendwie haben wir das dieses Jahr mit dem Wind. Gestern sah das noch alles gut aus, um nach Kiel zu segeln. Heute Morgen pfeift das aber wieder und Kiel Leuchtturm meldet 7 bis 8 Beaufort. Laut Windfinder soll es dann aber morgen kommod werden. Ergo gibt es heute wieder einen Hafentag.

In dem Imbissrestaurant bekomme ich heute Morgen auch Brötchen. Naja, ich bin ja auch schon um 09:15 da (um 09:00 machen die auf) und nicht wie vorgestern um ½ 11.

Nachdem ich unsere Fahrräder gestern Abend in des drohenden (und in der Nacht auch gekommenen) Regens ordentlich im Vorschiff verstaut habe, staue ich sie wieder aus.

Wir fahren am Nachmittag zu dem großen Einkaufsgebiet. Wir stellen die Fahrräder bei BILKA ab. Das war ein Fehler. Wir hätten ruhig zu Kirppu und dem Genbrug fahren sollen. Andererseits schadet uns der kleine Fußmarsch auch nicht. Bei Kirppu ist ein sehr großes Angebot, das einen etwas erschlägt, weil auch die Kleidung sehr gedrängt hängt. Im Genbrug ersteht Elske zwei kleine Schnapsgläser.

Dann der wohl letzte dänische Einkauf der diesjährigen Sommertour bei BILKA, den wir aber problemlos in unseren Fahrradtaschen verstauen. Und dann ……. RICHTIG! Das Schloss lässt sich wieder nicht öffnen. Aber ich habe ja Schraubendreher und Batterie mit. Also Schloss aufschrauben und einfach wieder zuschrauben. Klappt.

Dann nochmal zu BILKA, wo wir Malpapier auf der Rolle für die Lütten kaufen. Dann noch mal auf die andere Seite des Parkplatzes zu BAUHAUS. Vorher aber – genau, Schloss aufschrauben.

Im BAUHAUS gehe ich einmal in die Gartenabteilung, da ich für unseren Garten ein Windspiel suche. Haben sie aber gar nicht.

Beim Fahrrad angekommen wieder das gleiche Spiel mit dem Schloss. Zum Kot…..! Naja, immerhin wissen wir, wie es geht. Wenn wir in Hamburg zurück sind, muss ich das Schloss reklamieren. Habe ich ja auch nicht irgendwo im Internet sondern bei unserem Brompton-Händler gekauft.

Zum Abendbrot gibt es leckeren Salat, sehr gut schmeckenden Brokkoli und kurzgebratenes Rindfleisch.

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Sonntag, den 19. Juli 2026Sønderborg – Hafentag 2

Wieder noch einmal lange geschlafen, aber wir wollen ja heute sowieso noch hierbleiben, bevor es dann morgen zurück nach Deutschland geht.

Der Tag verläuft unspektakulär. Die ursprünglich angesagten Regenmengen fallen aus und es tröpfelt nur ein paar Mal etwas. Nicht mal auf einen schlechten Wetterbericht ist Verlass.

Am Nachmittag fahren wir noch einmal mit unseren Fahrrädern zum Borgen. Flüssige Seife hatten wir gestern vergessen und irgendwie hat sich das Ladekabel für unsere Anleger-Kopfhörer verkrümelt. Wir ergänzen bei der Gelegenheit noch etwas unsere Vorräte, da das in Schilksee im Hafen ja doch etwas eingeschränkt ist, es sei denn wir fahren rauf zu REWE.

Wie schon gestern fahren wir auf dem Weg in die Stadt nicht die ganze Zeit am Wasser entlang, sondern biegen nach rechts ab. Das hätten wir noch im letzten Jahr nicht gemacht. Geht nämlich ordentlich bergauf. Aber mit unseren E-Fahrrädern ist das überhaupt kein Problem. Die Anschaffung war genau richtig.

Zum Abendbrot gibt es die restliche Bolo mit Nudeln von gestern Abend und „kaltes“ Abendbrot, sprich eine Scheibe Brot.

Mit einen 0,0% Krombacher bzw. Rotwein und einem (nee zwei) Rum klingt der Abend im Cockpit aus.

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Sonnabend, den 18. Juli 2026 Sønderborg – Hafentag

Endlich ist mal Wind angesagt. Viel Wind! Es werden im Laufe des Tages in Böen bis zu 16 m/s. Also wird das wieder ein Hafentag.

Wir sind noch beim Frühstücken, als es plötzlich an Bord poltert. Es erscheint Sven vom SVAOe, der in Vorbereitung eines Urlaubs sein H-Boot am vergangenen Wochenende nach Sønderborg überführt hat. Mit Segeln wird das heute aber wohl nix. Wir klönen und verabreden, dass er zum Abendbrot kommt.

Nach dem Frühstück machen wir uns mit unseren Fahrrädern auf in die Stadt. Einmal die Einkaufsstraße rauf und wieder runter. Im Genbrugladen ersteht eine Jacke für 50,- Dkr.

Der Leerstand an Geschäften wechselt, Manches ist weg, ein paar schöne neue Geschäfte sind dazugekommen, aber z.B. der alte Lampenladen schließt demnächst. Das obere Ende der Straße sieht ziemlich trostlos aus. Auch einige Restaurants sind geschlossen.

Dann noch einmal durchs Borgen und einkaufen bei Føtex.

Als wir wieder losfahren wollen …… richtig (musste ja so kommen): Elskes Fahrradschloss lässt sich wieder nicht öffnen. Dieses Mal kommt hinzu, dass ich mit ihrem Schloss beide Fahrräder an einen Ständer angeschlossen habe. Also hoffe ich, in irgendeinem Geschäft im Borgen einen kleinen Schraubendreher zu ergattern. Bei Tiger bin ich erfolglos aber bei Føtex bekomme ich einen kleinen Bitsatz und kann damit das Batteriefach öffnen. Nach dem Tausch der Batterie aus meinem Schloss lässt sich ihr Schloss wieder problemlos öffnen. Moment Mal – das ist doch ihre alte Batterie, die ich in Juelsminde getauscht hatte. Also liegt es wohl gar nicht an der Batterie sondern es muss ein Kontaktproblem im Schloss geben. Dann muss ich der Angelegenheit wohl mal mit Kontaktspray zu Leibe rücken und ggf. das Schloss zu Hause reklamieren.

Zum Abendbrot gibt es Nudeln mit Bolo und wir klönen mit Sven über unseren Verein.

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Freitag, den 17. Juli 2026Mjels Vig -> Sønderborg

Die Mjelsvig ist ja wirklich ein schönes Fleckchen Erde, aber sie wird für mich leider auch immer mit dem Stichwort „Fliegen“ verbunden sein. 20 Minuten nach 5 lässt mich der erste Sturzflugbrummer aus den tiefsten Träumen hochschrecken. Gefolgt von einem Leisetreter, der sich immer mal hier oder da auf mir nieder lässt. Bis 10 vor 6 habe ich beiden ein Bootsbegräbnis verpasst, aber die Nummer 3 im Bunde kriege ich nicht zu fassen. Ich versuche mich in Fortsetzung meiner Nachtruhe, aber um 20 vor 7 gebe ich entnervt auf und fange an zu lesen. Bis sage und schreibe 8:05 ist Ruhe und als ich denke, vielleicht sollte ich doch noch mal ein Auge Schlaf riskieren, geht das Theater wieder los. Um kurz vor ½ 9 stehe ich entnervt auf.

Wir nehmen noch einmal den Brötchenservice in Anspruch und frühstücken gemütlich in der Sonne.

Nach dem Frühstück klart Elske unter Deck und ich an Deck auf. Ich hatte gestern Abend ausbaldowert, dass unsere Fahrzeit bis zur Brücke in Sønderborg 2 Stunden 20 beträgt, eventueller Strom nicht berücksichtigt. Daher lege ich um 10:00 Uhr ab. Dann haben wir eine Reserve drin, falls wir Strom von vorne haben.

Hier ist jetzt aber richtig viel Verkehr. Segler unter Segeln, Segler unter Motor, Motorboote aller Größen. Und alles von vorn und von achtern.

Da wir etwas zu schnell sind, nehmen wir etwas Gas weg und fahren mit vier Knoten durch den Alsen Sund. An Segeln ist nicht zu denken. Irgendwas zwischen zwei und drei m/s und das auch noch von vorn. Vor der Brücke müssen wir noch ein paar Minuten ausgekuppelt warten und fahren dann als drittes Schiff durch die Brücke.

Vor dem Sønderborg Slot liegt die königliche Yacht. Ob der König im Schloß anwesend ist?

Da das Bunkern in der Ecke im Yachthafen immer so blöd ist, nehmen wir die Tankstelle am Westufer. Laut Anzeige 18,59 Dkr pro Liter. Ein Däne von einem Motorboot nimmt uns die Leinen an und wir tanken 25,35l für 422,08 Dkr.

Moment mal, das sind dann doch aber 16,65 DKr pro Liter. Und das steht auch auf der Quittung. Also stimmt die Anzeige an der Zapfsäule nicht. Naja, macht ja nix 😊. Hätte schlimmer kommen können.

Im Yachthafen gestaltet sich die Suche nach einem Liegeplatz recht schwierig. Viele 3,20 m breite Boxen mit einem roten Schild. Am letzten Steg finden wir dann eine grüne 3,20m Box. Die von mir eigentlich präferierten 2,8m-Boxen sind nirgends frei. Hier wird nämlich nicht nach Schiffslänge sondern nach Schiffsbreite bezahlt. Als wir bei unserer Liegeplatzsuche durch die Gassen fahren, winkt uns Nicole von „Seabully“ im Hamburger Yachthafen zu und unser Hafenmeister Sven lässt sich nicht dazu bewegen, das rote Schild neben seinem Liegeplatz mal eben auf grün umzudrehen.

Wir zahlen Hafengeld und Elske holt uns am Obst- und Gemüsestand schnell eine Schale Erdbeeren. Hier kann man auch schon wieder mit € bezahlen, was wir gerne in Anspruch nehmen, weil wir nicht mehr genügend dänische Münzen haben.

Es ist fast unerträglich warm und auch etwas schwül. Unser Windsack bringt zumindest unter Deck etwas Erfrischung.

Während ich die Fahrräder ausstaue, damit wir abendbrottechnisch eine Einkaufsfahrt machen können, bezieht sich der Himmel im Westen und es grummelt durchgehend

Also schnell Bude bauen und abwarten. Es kommen auch einige wenige Tropfen von oben aber das Gewittergebiet zieht laut dem Radarbild vom DMI westlich von uns gen Norden.

Als sich die Situation beruhigt hat machen wir uns auf den Weg in die Stadt und kaufen bei Netto fürs Abendbrot ein. Alles Weitere dann morgen, da wir ob der Windvorhersage – wir hatten heute über UKW schon eine „Gale warning“ – am Sonnabend unseren 26. Hafentag einlegen werden. Außerdem haben wir Butter gekauft und wenn wir jetzt durch Borgen bummeln wird sie zu Soße.

Zum Abendbrot gibt es dann Porree in Käse-Sahne-Soße mit Salzkartoffeln und Würfelschinken. Da die bordeigenen Kartoffeln doch etwas wenig erscheinen laufe ich noch einmal zum Gemüsestand und besorge Nachschub.

So langsam nimmt der Wind dann schon mal zu und es fängt schon an, in den Masten und Wanten zu jaulen.

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Donnerstag, den 16. Juli 2026 Mjelsvig – Hafentag

Hartmuts Nacht war doof, er hat schlecht geträumt und war mehrfach wach. Ich hatte das gestern und hab deshalb mit ner ½ Hoggar Night nachgeholfen und bis 9.30 Uhr bestens geschlafen.

Noch vor dem Frühstück werfen wir einen Blick auf den Wetterbericht für die nächsten Tage an. Am Sonnabend soll es noch einmal ordentlich aus nordwestlichen Richtungen wehen und für Sonntag verspricht uns Windfinder nördlichen Wind.

Außerdem hat mir ELWIS – das elektronische Informationssystem der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung – eine E-Mail mit der Bekanntmachung für Seefahrer geschickt, die die Sperrung einer Schleusenkammer in Holtenau am Dienstag und Mittwoch ankündigt. Das bedeutet im Zweifel längere Wartezeiten vor den Schleusen. Also müssen wir schon Montag oder erst am Donnerstag in den Kanal, wenn wir nicht extrem lange Wartezeiten riskieren wollen. Dann bietet sich der Montag doch an.

Die gestern Abend bestellten Brötchen liegen in der Küche und sind sehr lecker. Frühstück gibt es natürlich im heute durchs Sonnensegel geschützten Cockpit.

Im Laufe des Tages quäle ich den PC während uns wieder reichlich Fliegen belästigen. Wir haben daher den ganzen Tag die Mückennetze vor den Luken und dem Sprayhood. Dennoch finden immer wieder die kleinen Quälgeister den Weg ins Bootsinnere wo wir sie mit unserem Elektro-Ungeziefer-Tennisschläger mehr oder weniger erfolgreich jagen.

Zum Abendbrot gibt es Bauernfrühstück.

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