Freitag, den 17. Juli 2026Mjels Vig -> Sønderborg

Die Mjelsvig ist ja wirklich ein schönes Fleckchen Erde, aber sie wird für mich leider auch immer mit dem Stichwort „Fliegen“ verbunden sein. 20 Minuten nach 5 lässt mich der erste Sturzflugbrummer aus den tiefsten Träumen hochschrecken. Gefolgt von einem Leisetreter, der sich immer mal hier oder da auf mir nieder lässt. Bis 10 vor 6 habe ich beiden ein Bootsbegräbnis verpasst, aber die Nummer 3 im Bunde kriege ich nicht zu fassen. Ich versuche mich in Fortsetzung meiner Nachtruhe, aber um 20 vor 7 gebe ich entnervt auf und fange an zu lesen. Bis sage und schreibe 8:05 ist Ruhe und als ich denke, vielleicht sollte ich doch noch mal ein Auge Schlaf riskieren, geht das Theater wieder los. Um kurz vor ½ 9 stehe ich entnervt auf.

Wir nehmen noch einmal den Brötchenservice in Anspruch und frühstücken gemütlich in der Sonne.

Nach dem Frühstück klart Elske unter Deck und ich an Deck auf. Ich hatte gestern Abend ausbaldowert, dass unsere Fahrzeit bis zur Brücke in Sønderborg 2 Stunden 20 beträgt, eventueller Strom nicht berücksichtigt. Daher lege ich um 10:00 Uhr ab. Dann haben wir eine Reserve drin, falls wir Strom von vorne haben.

Hier ist jetzt aber richtig viel Verkehr. Segler unter Segeln, Segler unter Motor, Motorboote aller Größen. Und alles von vorn und von achtern.

Da wir etwas zu schnell sind, nehmen wir etwas Gas weg und fahren mit vier Knoten durch den Alsen Sund. An Segeln ist nicht zu denken. Irgendwas zwischen zwei und drei m/s und das auch noch von vorn. Vor der Brücke müssen wir noch ein paar Minuten ausgekuppelt warten und fahren dann als drittes Schiff durch die Brücke.

Vor dem Sønderborg Slot liegt die königliche Yacht. Ob der König im Schloß anwesend ist?

Da das Bunkern in der Ecke im Yachthafen immer so blöd ist, nehmen wir die Tankstelle am Westufer. Laut Anzeige 18,59 Dkr pro Liter. Ein Däne von einem Motorboot nimmt uns die Leinen an und wir tanken 25,35l für 422,08 Dkr.

Moment mal, das sind dann doch aber 16,65 DKr pro Liter. Und das steht auch auf der Quittung. Also stimmt die Anzeige an der Zapfsäule nicht. Naja, macht ja nix 😊. Hätte schlimmer kommen können.

Im Yachthafen gestaltet sich die Suche nach einem Liegeplatz recht schwierig. Viele 3,20 m breite Boxen mit einem roten Schild. Am letzten Steg finden wir dann eine grüne 3,20m Box. Die von mir eigentlich präferierten 2,8m-Boxen sind nirgends frei. Hier wird nämlich nicht nach Schiffslänge sondern nach Schiffsbreite bezahlt. Als wir bei unserer Liegeplatzsuche durch die Gassen fahren, winkt uns Nicole von „Seabully“ im Hamburger Yachthafen zu und unser Hafenmeister Sven lässt sich nicht dazu bewegen, das rote Schild neben seinem Liegeplatz mal eben auf grün umzudrehen.

Wir zahlen Hafengeld und Elske holt uns am Obst- und Gemüsestand schnell eine Schale Erdbeeren. Hier kann man auch schon wieder mit € bezahlen, was wir gerne in Anspruch nehmen, weil wir nicht mehr genügend dänische Münzen haben.

Es ist fast unerträglich warm und auch etwas schwül. Unser Windsack bringt zumindest unter Deck etwas Erfrischung.

Während ich die Fahrräder ausstaue, damit wir abendbrottechnisch eine Einkaufsfahrt machen können, bezieht sich der Himmel im Westen und es grummelt durchgehend

Also schnell Bude bauen und abwarten. Es kommen auch einige wenige Tropfen von oben aber das Gewittergebiet zieht laut dem Radarbild vom DMI westlich von uns gen Norden.

Als sich die Situation beruhigt hat machen wir uns auf den Weg in die Stadt und kaufen bei Netto fürs Abendbrot ein. Alles Weitere dann morgen, da wir ob der Windvorhersage – wir hatten heute über UKW schon eine „Gale warning“ – am Sonnabend unseren 26. Hafentag einlegen werden. Außerdem haben wir Butter gekauft und wenn wir jetzt durch Borgen bummeln wird sie zu Soße.

Zum Abendbrot gibt es dann Porree in Käse-Sahne-Soße mit Salzkartoffeln und Würfelschinken. Da die bordeigenen Kartoffeln doch etwas wenig erscheinen laufe ich noch einmal zum Gemüsestand und besorge Nachschub.

So langsam nimmt der Wind dann schon mal zu und es fängt schon an, in den Masten und Wanten zu jaulen.

Views: 7

Donnerstag, den 16. Juli 2026 Mjelsvig – Hafentag

Hartmuts Nacht war doof, er hat schlecht geträumt und war mehrfach wach. Ich hatte das gestern und hab deshalb mit ner ½ Hoggar Night nachgeholfen und bis 9.30 Uhr bestens geschlafen.

Noch vor dem Frühstück werfen wir einen Blick auf den Wetterbericht für die nächsten Tage an. Am Sonnabend soll es noch einmal ordentlich aus nordwestlichen Richtungen wehen und für Sonntag verspricht uns Windfinder nördlichen Wind.

Außerdem hat mir ELWIS – das elektronische Informationssystem der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung – eine E-Mail mit der Bekanntmachung für Seefahrer geschickt, die die Sperrung einer Schleusenkammer in Holtenau am Dienstag und Mittwoch ankündigt. Das bedeutet im Zweifel längere Wartezeiten vor den Schleusen. Also müssen wir schon Montag oder erst am Donnerstag in den Kanal, wenn wir nicht extrem lange Wartezeiten riskieren wollen. Dann bietet sich der Montag doch an.

Die gestern Abend bestellten Brötchen liegen in der Küche und sind sehr lecker. Frühstück gibt es natürlich im heute durchs Sonnensegel geschützten Cockpit.

Im Laufe des Tages quäle ich den PC während uns wieder reichlich Fliegen belästigen. Wir haben daher den ganzen Tag die Mückennetze vor den Luken und dem Sprayhood. Dennoch finden immer wieder die kleinen Quälgeister den Weg ins Bootsinnere wo wir sie mit unserem Elektro-Ungeziefer-Tennisschläger mehr oder weniger erfolgreich jagen.

Zum Abendbrot gibt es Bauernfrühstück.

Views: 20

Mittwoch, den 15. Juli 2026Baagø ->Mjelsvig

Heute noch einmal Brötchen aus Mariannes Hafenkiosk.

Dann wird aufgeklart, alles verstaut und segelfertig gemacht. Es sieht nämlich so aus, als wenn wir doch segeln könnten.

Nach dem Auslaufen telefonischer Kontakt mit der „Ulyssa“-Besatzung in Hørup Hov. Frage ob ein altenatives Bataviatreffen in der Dyvig geben könnte? Nö, Brigitte vermutet, dass es Werner zu warm zum Autofahren ist, außerdem sei der Weg ziemlich umständlich. Also lautet unser Ziel Lyø.

Läuft zunächst bei nordöstlichen Winden auch ganz gut aber dann schläft der Wind erst ein und dann dreht der Wind auf Südost und später auf Süd. Also 10-12 sm gegenan motoren ist auchdoof, neues Ziel auf dem anderen Bug doch in die Dyvig. Dann wird der Wind immer schwächer und die Fahrt geht auf unter drei Knoten. Also wieder Shell-Genua.

Dann haben wir wieder Wind, Dann wieder nicht – usw. Also mehrmals noch Genua ausrollen / einrollen – ausrollen.

Am Eingang vom Alsenfjord läuft es grade super und wir überlegen, ob wir vielleicht Apenrade noch einen Besuch abstatten sollten. Just in dem Moment ist der Wind aber wieder weg und die sieben Seemeilen sind uns dann zu weit. Hin und zurück gerechnet ist man schon in Sonderborg. Also doch in die Dyvig. 1966 war ich schon das erste Mal mit dem Jugendkutter „Nordwest“ in der Dyvig. Da gab es damals nur eine Steinpier vor dem Dyvig Kro, an dessen Stelle jetzt das Dyvig Badehotel steht.

Ich hatte in der Vergangenheit schon des Öfteren Positives von der Anlage in der Mjels Vig gehört.

Also biegen wir nach Steuerbord ab. Von achtern drängelt Full Speed eine deutsche Yacht und will uns schon in der Enge unbedingt an uns vorbei, was Elske geflissentlich ignoriert. Als wir in die Mjels Vig abbiegen wollen, muss er uns dann unbedingt an Steuerbord überholen, will aber auch dahin. Manche Leute müssen einfach überall als Erstes sein. Nen besseren Liegeplatz hat er dadurch aber trotzdem nicht gekriegt, denn hier gibt es reichlich freie Plätze.

Wir werden von der Hafenmeisterin in Empfang genommen und bekommen einen Platz an der Innenkante Kopf der ersten Brücke. Dadurch ist das Übersteigen natürlich super einfach.

Der Hafen macht einen netten Eindruck und ist überhaupt nicht voll. Offensichtlich scheuen viele Segler das privat gut ausgetonnte Fahrwasser.

In dem großen weißen Gebäude gibt es neben guten sanitären Anlagen eine Küche und einen großen Aufenthaltsraum.

Der Kühlschrank ist mit Bier und alkoholfreien Getränken bestückt. Bezahlt wird bar in eine Schüssel im Kühlschrank.

Auf der Terrasse gibt es viele Sitzmöglichkeiten und wer will kann sein Fleisch auf den beiden Gasgrills brutzeln.

Allerdings gibt es mehr als reichlich Fliegen, die nicht nur durch ihr impertinentes Auftreten sondern auch durch Beißen unangenehm auf sich aufmerksam machen. Trotz Mückennetz finden immer mal wieder welche ins Boot, aber bevor wir in die Koje gehen, wird nochmal Jagd gemacht und so können wir einigermaßen ungestört schlafen.

Zum Abendbrot hatte es nochmal kurzgebratenes Rindfleisch mit einem Salat gegeben.

Views: 15

Dienstag, den 14. Juli 2026Aarøsund -> Baagø

Und wieder Baagø. Allerdings nur bedingt freiwillig. Elske möchte eigentlich ob der flauen Windvorhersagen der nächsten Tage schon in kleinen Etappen gen Süden, weil wir vermutlich ja motoren müssen. Ich aber möchte noch mal auf die Insel. Wir (ich) haben nämlich am Sonntag vergessen, die Hafenkarte zurückzugeben. Müssen in etwa 100,- Dkr sein. Also kann ich mich durchsetzen.

Nach dem Auslaufen motoren wir mit langsamer Fahrt oben um Aarø rum und ich unterziehe das Cockpit einer gründlichen Reinigung. Wozu haben wir schließlich die Deckswaschpumpe im Winter erneuert.

Damit ist die Ehefrau dann auch versöhnt, denn sie dibbert schon länger, dass sie der Dreck auf dem Cockpitboden stört.

Wider Erwarten weht es doch etwas aus Nordwest was uns dazu animiert, in Hafen von Baagø dieses Mal am Mittelsteg mit dem Heck gen Westen anzulegen. Kurz nachdem wir fest sind und ich den Windsack im Vorluk angebaut hat ….. richtig, dreht der Wind auf Nordost und kommt jetzt von vorne. Nach dem Umhängen des Windsacks ist es unter Deck recht angenehm. Und im Cockpit habe ich statt des Sonnensegels wieder die Kuchenbude mit hochgeklappten Seiten gebaut, das ist genauso luftig wie das Sonnensegel, lässt ggf. sogar besser Luft durchziehen und muss nicht andauernd umgehängt werden.

Während ich den PC etwas malträtiere liest Elske in ihrem Buch.

Highlight des Tages ist das Verladen eines Treckers mit einem mit Getreide vollbeladenen Anhänger  auf der Fähre.

Passt man gerade mal eben nach einiger Rangiererei und leichtem Verholmanöver der Fähre. Wir haben das schon häufiger beobachtet, aber diesmal passt der Anhänger nicht unter den Aufbau der Fähre und stößt einmal kurz dagegen. Glücklicherweise will sonst kein weiteres Fahrzeug mit nach Assens. Das würde auch nicht passen. Die Heckklappen kann der Fährenmitarbeiter erst nach dem Ablegen schließen, nachdem der Trecker nochmal seine Vorderräder etwas eingeschlagen hat.

Zum Abendbrot gibt es kurzgebratenes Rindfleisch mit Brokkoli, Pellkartoffeln und Tomaten-Gurken-Relish.

Für mich ist dann auch noch einen High Protein Schoko-Pudding.

Dann zur Feier des Tages – es ist Dienstag – ein Hankock.

Views: 32

Montag, den 13. Juli 2026 Aarø > Aarøsund

Hier ist schon wieder früh Action im Hafen. Ich weiß gar nicht, wohin die Leute alle so früh schon wollen, aber wir haben es in den letzten Tagen öfters erlebt, dass die ersten Boote schon wieder in den Hafen einlaufen, wenn wir beim Frühstück sitzen. Und wir frühstücken nicht erst mittags.

Auch heute kommen wir erst langsam aus den Kojen und kuscheln erst nochmal.

Hadi kämpft wieder mit seinem Wunsch, alles allein regeln zu wollen und stößt damit bei seinen Eltern auf wenig Gegenliebe (heute sollen die Sachen auf links bleiben bzw. will er das selber umkrempeln) aber beim Frühstück ist dann alles wieder im Lot. So ne Autonomiephase ist für alle Beteiligten ganz schön nervenaufreibend. Man muss fairerweise an dieser Stelle aber auch erwähnen, dass Hadi im Gegensatz zu seinem Cousin jeweils geradezu lautlos ins Land der Träume eingetaucht ist. Einer so – einer so.

In Aarøsund kriegen wir einen Platz an einem festen Ausleger, „unser“ Platz am Steg Längsseite hat ein Einheimischer wieder mit Beschlag belegt. So können wir aber auch gut Ein- und Ausstauen.

Wir leihen uns nochmal das Auto der Kinder, um in Haderslev unsere Abendessenvorräte für die nächsten Tage aufzufüllen. Auf dem Rückweg verpassen wir einen Abzweiger an der örtlichen Umleitung und fahren dadurch etwas länger durch die dänische Landschaft.

Gemeinsam essen wir am Hafenkiosk noch HotDog, Pommes und Omid einen Superteller , den selbst er als guter Esser nicht schafft.

Wir hatten schon auf dem Rückweg von Haderslev beobachten können, wie sich ganz langsam ein riesiger Wolkenturm aufgebaut hat, der sich über Fünen in einem Gewitter entladen sollte. Hartmut ist fest davon überzeugt. „das kommt nicht zu uns rüber, das zieht ab“!

Dann macht sich Familie Pflughaupt-Nezam über Loppismärkte in Haderslev auf den Heimweg.

Bis über Aarø ziehen die dunklen Wolken zu uns rüber und als wir auf einen anderen Platz im Hafen verholen, weil an unserem neuen festen Ausleger noch nicht so richtig Klampen zum Festmachen vorhanden sind, sieht es so aus, als ob wir doch noch was abkriegen sollen. Beschränkt sich dann aber ab 2 ½ Tropfen.

Hartmut holt die letzten „arbeitsfreien“ Tage nach und telefoniert ausgiebig mit Finn. Dabei hat er wegen des eigentlich drohenden Regens das Büdchen fast ganz zugemacht. Im Cockpit und im Schiff steht die Luft und ich habe das Gefühl, dass er durch den Temperaturstau nicht mehr klar denken kann und nicht auf die Idee kommt, uns mal Luft zu verschaffen, während ich mich auf meiner Koje ausstrecke und nach Frischluft lechze.

Zum Abendessen gibt es dann Chicken-Wings, die wir bei Super Brugsen erstanden haben mit Salat.

Während ich abwasche und hier tippe, macht Hartmut das Vorschiff klar,

findet aber erstmal stehend im Vorluk jemanden, mit dem er dabei ausgiebig klönen kann.

Views: 20

Sonntag, den 11. Juli 2026 Baagø -> Aarøsund

Für heute hatten wir bei Marianne Brötchen bestellt. Nach dem Frühstück wollen wir nach Aarø verholen und kriegen dort fast den Platz, an dem wir im letzten Jahr mit Hjördis und Joni gelegen haben. Die Brauerei schließt heute kundenunfreundlich schon um 15 Uhr (???), so dass sich ein Bier von Aarø Brygg vor unserem Mittagessen bei Aarø Vingard nicht mehr anbietet.

Hadi möchte trotz der Wärme seine langen Leggings uns das Langarmshirt anbehalten und kämpft erfolgreich gegen Shorts und ein kurzärmliges T-Shirt, dabei ist ihm viel zu warm. Gut, dass er sein Laufrad dabeihat, denn damit paddelt er fröhlich unserem Ziel entgegen.

Erstmal statten wir den Spielwäldchen mit den Tippi’s aus Ästen ein Besuch ab und balancieren über die langen Balken.

Bei Vingard entscheiden wir uns für einen Platz auf der Terrasse und dann kommt unser Schock des Tages. Die ältere Dame, die uns bedient erklärt uns, sie hätten heute so viele Essen gehabt, dass sie praktisch nichts mehr vorrätig hätten und die Küche deshalb schon geschlossen sei. Wir könnten aber gerne noch Getränke bestellen. Ich kläre sie darüber auf, dass wir ja einen Tisch zum Essen gebucht haben und uns ihre junge Kollegin aus diesem Grund bereits die Menükarten ausgehändigt hätte. Konsterniert geht sie nach drinnen und die junge Kollegin erscheint, um dann doch unsere Bestellung aufzunehmen mit dem Hinweis, dass es etwas dauern könne.

Das erweist sich dann auch als richtig. Unser Essen ist wieder sehr lecker, allerdings hatten Siiri und Omid sich mehr davon versprochen und waren etwas enttäuscht.

Für Hadi gab es gar nicht so recht was und die für ihn bestellten Nachos haben wir dann aufgenascht. Schade, dass sich unsere tolle Erfahrung vom letzten Jahr so gar nicht wiederholen konnte. Hartmut hat ob dieser ganzen Arie auch kein Trinkgeld gegeben!

Zurück am Hafen machen sich die jungen Leute auf an den Strand Richtung Leuchtturm. Als ich ihnen mit Monty folge nehme ich den Weg am Wasser und muss über ne Steinmole balancieren. Das wäre beinah schief gegangen.

Die Youngster haben nach dem nachmittäglichen Disaster noch Platz im linken hohlen Backenzahn und bestellen am Hafenkiosk noch einen Feierabendsnack. Wie war das mit dem Warten? Auch hier hieß es, dass es etwas dauern würde. Scheint heute unser Schicksal zu sein. Das kann man wohl laut sagen, denn erst nach über 1 Stunde brummt das Piepding, das verkündet, dass das Essen am Tresen abholbereit ist.

Nach ‘nem kleinen Absacker verschwinden wir in den Kojen.

Views: 18

Sonnabend, den 11. Juli 2026 Baagø – Hafentag

Endlich mal ein Hafentag auf Baagø 😊.

Siiri und Omid haben leckeres Brot aus Hamburg mitgebracht, das es zum reichhaltigen Frühstück gibt.

Dann ist Krebse angeln,

Schlauchboot fahren

und Strand angesagt.

Und Chillen.

Ansonsten verläuft der Tag bei herrlichem Sommerwetter völlig unspektakulär.

Zum Abendbrot gibt es Nudeln mit Bolo, Gurken- und Tomatensalat.

Auch heute gehen wir verhältnismäßig zeitig in die Koje. Die Wärme schafft uns wieder.

Views: 15

Freitag, den 10. Juli 2026 Aarøsund -> Baagø

Nach einer kulturellen Einlage im Sanitärgebäude frühstücken wir in aller Ruhe und machen „Ratokker“ klar für die Ankunft von Siiri, Omid und Hadi. Segellast ausstauen, Segellasttür ausbauen und die Kojenbretter einbauen. Wir entscheiden uns mit Blick auf den Wetterbericht der nächsten Tage Fock und Gennaker ins Auto umzuladen. Elske staut auch wieder einen Teil unserer Kleidung aus, um Platz in den Schapps für die Sachen von den Dreien zu schaffen.

Dann verholen wir direkt beim Kran an die Pier, so dass das Umstauen ohne große Schlepperei von statten gehen kann.

Mittlerweile ist der Hafen recht leer geworden. Naja, für die Verhältnisse anderer frühaufstehender Segler sind wir ja auch sonst kein Maßstab.

Als das Hadi-Mobil ankommt laden wir ruck zuck aus und wieder ein.

Dann motoren wir oben um Aarø herum Richtung Baagø. Omid läßt seine Drohne um „Ratokker“ herumfliegen. Das Landemanöver wäre beinahe schief gegangen und die Drohne im Wasser gelandet. Sie fliegt nämlich gegen das Steuerbord Backstag und landet dann glücklicherweise an Deck.

Von weitem sieht der Hafen von Baagø voll aus, aber das täuscht ja eigentlich immer – so auch dieses Mal. Wir bekommen einen Platz an der Außenmole.

Unser erster Gang führt uns zu Marianne in ihrem Hafenkiosk. Dreimal Pommes, ein Hancock für Omid und mich, ein alkoholfreies Bier für Elske und Cola für Siiri.

Der Rest des Tages vergeht mit dem erfolgreichen Versuch Krebse zu fangen, zu chillen, an den Strand zu gehen und nochmals zu chillen.

Zum Abendbrot gibt es Frikadellen mit Erbsen und Bohnen sowie Pellkartoffeln.

Dazu das leckere dunkle Hankock mit immerhin 8,1%. Zum Nachtisch leckere Erdbeeren, die Elske in Aarøsund an einem Stand gekauft hat, mit Vanillesoße, deren Vorräte die Kinder wieder aufgefüllt haben, Milch und Sprühsahne.

Die Wärme hat allen Beteiligten doch zugesetzt und wir fallen alle todmüde in die Kojen.

Views: 25

Donnerstag, den 9. Juli 2026 Juelsminde –>Aarøsund

Wir schlafen bis kurz nach 8 und kuscheln noch ein wenig in unseren Kojen. Hartmut fährt Brötchen kaufen, während ich Tee koche und Körperkultur betreibe. Als er mich fragt, ob der Strom wegkann, damit er die Hafenkarte zurückbringen kann denke ich gar nicht daran, dass ich noch klitschnasse Haare habe. Macht aber nichts, denn wir entscheiden uns, doch noch vor Ort zu frühstücken, weil doch noch ein laues Lüftchen weht. Das ist auch gut so, denn auf dem Weg gen Süden haben wir entgegen der Ansage 2 ms aus W bis zu 7 ms aus SW bis S, also voll gegenan.

1. Wollen wir ja nun nicht das Kreuzen anfangen, denn wir haben ja heute einiges auf dem Zettel – sprich wir wollen nach Aarøsund – und 2. soll es ja eigentlich nach übereinstimmender Ansage aller Wetterberichte flau werden. Weil der Diesel in Juelsminde deutlich teurer ist als z.B. in Hou beschließen wir hier nicht mehr zu tanken.

Auf dem Weg in den Kleinen Belt läuft neben uns ein dänischer Segler auch unter Motor. Der treibt dann plötzlich so vor sich hin und an Bord ist niemand zu sehen. Das kommt Hartmut ganz komisch vor und er beschließt umzukehren und dahin zu fahren. Nicht, dass da jemand Probleme hat und ggf. allein an Bord ist. Nachdem wir 2-3 Min. in seine Richtung gefahren sind, taucht aber wieder jemand im Cockpit auf. Also alles gut, aber lieber so als anders setzen wir unsere Fahrt gen Süden fort.

Mit dem Strom, der ins eigentlich nach Vorhersage in die Nase stehen soll und ja im Kleinen Belt durchaus heftig sein kann, haben wir einigermaßen Glück.

Vor dem Leuchtturm von Strib ist dann plötzlich ein heftiger Wasserwirbel direkt neben uns. Erst zwischen den Brücken bis kurz vor Fanø läuft es mit fast 2 kn gegenan, aber davor und danach ist das alles halb so wild. Man muss ja auch mal Glück haben.

Wir gehen in Middelfart rein, um zu tanken und sind erstaunt, wieviel Platz da im Yachthafen ist. Die „Ulyssa“-Crew berichtet von Lyö ähnliches.

In der Nachmittagssonne tuckern wir weiter Aarøsund entgegen

und sind zuversichtlich, dass es auch dort keine Platzprobleme gibt. Das ist dann Morgen deutlich entspannter, als wenn wir die restlichen Meilen auf den morgigen Vormittag verteilen.

Auch in Aarøsund gibt es noch reichlich freie Plätze und wir suchen uns einen Platz zwar mit Wind von achtern aber dafür mit Abendsonne im Cockpit aus.

Zum Abendbrot gibt es kurzgebratenes Fleisch mit Blumenkohl und Tomatensalat (heute tatsächlich mal ohne Bild).

Views: 35

Mittwoch, den 8. Juli 2026 Juelsminde – 2.Hafentag

Heute weckt uns Hartmuts Telefon um 8 Uhr 15. Hatte ich gestern Abend Siiri extra noch gesagt, sie möge bitte nicht vor 9 anrufen.

In der Damentoilette hat jemand grade die Waschmaschine gefüttert, also können wir erstmal in Ruhe mit den leckeren Bäckerbrötchen frühstücken. Wecker gestellt und als ich meine Waschladung zum Einsatz bringen will, hat sich schon mal wieder jemand vorgedrängelt. Ist doch immer dasselbe. Die Waschmaschine im neuen Hafenteil ist aber in 40 Min fertig und so nutzen wir die. Ne Ersparnis ist das dann neben der Fahrerei aber auch nicht, denn die braucht statt 2:35 nun 3:12.

Während Hartmut arbeitet, kaufe ich bei netto, Rema 1000 und Brugsen Vorräte für das lange Wochenende auf den Inseln ein, denn dort gibt es ja kaum Einkaufsmöglichkeiten. Bei Brugsen ist das dann aber so viel, dass ich Hartmut zum Abtransport anfordern muss.

In der Zwischenzeit ist dann auch die Wäsche fertig. Witzig, die Dänin, die nach mit gewaschen hat meint, dass die Waschmaschine aber super geschleudert hat. Dann stellen wir aber beide fest, dass die gar kein Wasser gezogen hat. Kommt mir irgendwie bekannt vor, denn das hatte ich ja auf Baagö auch schon.

Wir beschließen uns heute auf dem Juelsminder Hafenfest zu verköstigen. Leider ist ja für die Dänen Hot Dog keine Option, haben die ja sonst immer. So richtig was zu Essen gibt es da auch nicht. Es gibt neben diversen Fahrgeschäften ein rappevolles Bierzelt und ein zweites genauso gut besuchtes in dem Bingo gespielt wird.

Also laufen wir einmal rund um den Hafen und in die Einkaufsstrasse um letztendlich im Hafen-Café Burger und Nachos zu essen. Dazu gibt es Tuborg Classic.

Es ist erstaunlich, wie viele vor allem junge Menschen sich auf diesem Hafenfest tummeln, aber so oft gibt es sowas auf dem Lande in Dänemark wohl nicht.

Als wir wieder auf unsere Räder steigen wollen, lässt sich mein Fahrradschloss nicht öffnen. Anscheinend ist da die Batterie alle, obwohl es sich eigentlich nicht verschließen soll, wenn das der Fall ist. Hartmut fährt an Bord und holt einen kleinen Schraubendreher um das Batteriefach öffnen zu können.

Mit seiner Batterie geht dann auch mein Schloss auf, denn um zu wechseln, fehlen uns diese speziellen Batterien im Bordsortiment. Als er später meine Batterie in sein Schloss packt, geht das wieder. Da hatte meins wohl ne Ladehemmung. Gut, dass mir das nicht jwd beim Einkaufen passiert ist.

An Bord gibt es noch einen Absacker, während das Juelsminder Jungvolk vom Festplatz zum anderen Hafenende strömt, wo wohl die bessere Musik läuft.

Views: 20