Heute schlafen wir erstmal lange und frühstücken in aller Ruhe.
Mittags machen wir uns mit unseren Rädern auf den Weg in die Stadt. Weil ich an einer Ecke falsch abbiege nehmen wir den äußeren Weg um den Hafen und kommen nach elender Strampelei schließlich in Marselisborg raus. So weit wollten wir eigentlich gar nicht.
Zurück in der Stadt „parken“ wir an der Rückseite von Bruuns Gallerie und laufen einmal durch das Einkaufszentrum. Das hat verloren. Also weiter in die Fußgängerzone und die einmal rauf und runter.
Unterwegs begegnen wir einem geschmückten Kipplaster, der mit großem Getöse und Gejohle frischer Abturienten durch die Stadt fährt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man bei uns zulassen würde, dass Leute auf einem Kipplaster durch die Gegend fahren.

Das wäre bestimmt durch die Regelungen des Personenbeförderungsgesetzes verboten. Wir kennen das ja aus Schweden auch schon und es ist mit unserem Autokorso zu vergleichen. Vor dem Rathaus wird angehalten und eine Wasserschlacht im Brunnen veranstaltet. Die jungen Leute tragen alle eine Gymnasiehue, eine Schirmmütze, die sie als Schulabsolventen ausweist. Auf deren Rückseite steht am Mützenrand der Name und auch sonst gibt es ein paar Kennzeichnungen, die Insidern etwas über die oder den Träger verraten.

Bei Starbucks gönnen wir uns einen iced Frapuccino , entsprechend dänisch süß aber total lecker. Beeindruckend in welchen Tempo die Mädels bei Starbucks Schlag auf Schlag die Getränke zusammenstellen. Ob die bei dem Akkord nach ‘ner Stunde abgelöst werden?
Im Kaufhaus Salling machen wir uns auf die Suche nach einer Entsorgungsmöglichkeiten und landen dabei auf der Dachterrasse. So eine geniale architektonische Anlage habe ich noch nicht gesehen. Überall Sitzmöglichkeiten, alles toll bepflanzt und ein traumhafter Blick über die Stadt.


In dem einen oder anderen Laden probiere ich Kleider, die entweder alle meine Schwachstellen betonen oder nicht vom Hocker reißen. Hartmut versucht es mit einem Gant-ähnlichen gestreiften Oberteil, dass ihm aber in der XXL-Version viel zu groß ist und das muss ja nun nicht mehr sein.
Nach 10 Tsd. Schritten machen wir uns auf den Weg zurück an Bord und essen zum Abendbrot Pfannkuchen mit Zimt und Zucker, Marmelade, Käse und Champignons. Dafür hatten wir noch alles an Bord und weil es nicht mehr so heiß ist und ich immer gleichzeitig in zwei Pfannen Pfannkuchen brate ist das alles total entspannt.


Mit etwas Muskelkater von der ungewohnten Schrittzahl fallen wir die die Kojen.
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