Donnerstag, den 9. Juli 2026 Juelsminde –>Aarøsund

Wir schlafen bis kurz nach 8 und kuscheln noch ein wenig in unseren Kojen. Hartmut fährt Brötchen kaufen, während ich Tee koche und Körperkultur betreibe. Als er mich fragt, ob der Strom wegkann, damit er die Hafenkarte zurückbringen kann denke ich gar nicht daran, dass ich noch klitschnasse Haare habe. Macht aber nichts, denn wir entscheiden uns, doch noch vor Ort zu frühstücken, weil doch noch ein laues Lüftchen weht. Das ist auch gut so, denn auf dem Weg gen Süden haben wir entgegen der Ansage 2 ms aus W bis zu 7 ms aus SW bis S, also voll gegenan.

1. Wollen wir ja nun nicht das Kreuzen anfangen, denn wir haben ja heute einiges auf dem Zettel – sprich wir wollen nach Aarøsund – und 2. soll es ja eigentlich nach übereinstimmender Ansage aller Wetterberichte flau werden. Weil der Diesel in Juelsminde deutlich teurer ist als z.B. in Hou beschließen wir hier nicht mehr zu tanken.

Auf dem Weg in den Kleinen Belt läuft neben uns ein dänischer Segler auch unter Motor. Der treibt dann plötzlich so vor sich hin und an Bord ist niemand zu sehen. Das kommt Hartmut ganz komisch vor und er beschließt umzukehren und dahin zu fahren. Nicht, dass da jemand Probleme hat und ggf. allein an Bord ist. Nachdem wir 2-3 Min. in seine Richtung gefahren sind, taucht aber wieder jemand im Cockpit auf. Also alles gut, aber lieber so als anders setzen wir unsere Fahrt gen Süden fort.

Mit dem Strom, der ins eigentlich nach Vorhersage in die Nase stehen soll und ja im Kleinen Belt durchaus heftig sein kann, haben wir einigermaßen Glück.

Vor dem Leuchtturm von Strib ist dann plötzlich ein heftiger Wasserwirbel direkt neben uns. Erst zwischen den Brücken bis kurz vor Fanø läuft es mit fast 2 kn gegenan, aber davor und danach ist das alles halb so wild. Man muss ja auch mal Glück haben.

Wir gehen in Middelfart rein, um zu tanken und sind erstaunt, wieviel Platz da im Yachthafen ist. Die „Ulyssa“-Crew berichtet von Lyö ähnliches.

In der Nachmittagssonne tuckern wir weiter Aarøsund entgegen

und sind zuversichtlich, dass es auch dort keine Platzprobleme gibt. Das ist dann Morgen deutlich entspannter, als wenn wir die restlichen Meilen auf den morgigen Vormittag verteilen.

Auch in Aarøsund gibt es noch reichlich freie Plätze und wir suchen uns einen Platz zwar mit Wind von achtern aber dafür mit Abendsonne im Cockpit aus.

Zum Abendbrot gibt es kurzgebratenes Fleisch mit Blumenkohl und Tomatensalat (heute tatsächlich mal ohne Bild).

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