Wir haben beide schlecht geschlafen. Ich konnte wieder nicht einschlafen und hab mich von rechts nach links gedreht. Hatte ich auch meine „Abenddröhung“ 400mg Ibu+500mg Magnesium, die mir seit Wochen Tage ohne Gejaule in den Knochen beschert, vergessen. Lag mir vielleicht auch das Labskaus auf dem Magen. Man weiß es nicht, jedenfalls hab ich gegen 4 zuletzt auf die Uhr geguckt und war dann um 8:30 schon wieder wach. Hartmut hat auch die eine oder andere Stunde wach gelegen, gelesen oder gespielt. In den heftigen Böen – wir haben im Laufe des Tages in unserer geschützten Hafenecke bis 18 m/s und beim Sletterhage Leuchtfeuer werden 23m/s gemessen macht „Ratokker“ den einen oder anderen Bocksprung, was vielleicht auch unsere Nachtruhe stört. Jedenfalls sind wir beide etwas unleidlich und verschieben unseren Besuch in Den Gamle By auf den morgigen Tag.
Hartmut arbeitet, ich gammle im wahrsten Sinne des Wortes rum.
Heute Abend wollen wir aber dem Thailänder „The White Elefant“, bei dem ich im letzten Jahr mit Aleda schon lecker gegessen habe, einen Besuch abstatten und vorsichtshalber – ist ja Freitag – buche ich einen Tisch für 19 Uhr.
Als wir uns auf die Räder schwingen, springt meine Fahrradkette ab und der Mann, der alles kann hat die Kette im Nu wieder an Ort und Stelle. Einmal Händewaschen im Klubhaus und weiter geht’s.
Es bedient uns der gleiche Kellner wie letztes Jahr. Wir wollen vorab eine Suppe essen und er empfiehlt uns eine Garnelensuppe als Vorspeise. Diese Empfehlung ist top!

Ich esse dann die bewährte No. 24 (Nudeln mit Gemüse und Garnelen)

und Hartmut Ente.

Hätten gerne 2-3 Garnelen mehr sein dürfen aber ansonsten war es wieder ausgesprochen lecker. Dazu trinken wir jeder ein Singha, ein thailändisches Bier vom Fass.

In Dänemark gibt e Gott sei Dank keine Promillegrenze für Fahrradfahrer, Es liegt im Zweifel im Ermessen der Polizei, ob man fahrtüchtig ist oder nicht.
Auf dem Heimweg fahren noch einmal vorne ans Wasser. Bei dem ablandigen Wind sieht das von Land ganz harmlos aus, obwohl es ja immer noch ganz gut pustet.

Wir gönnen uns wieder noch ein Eis, ich habe gelernt und nehme diesmal nur 1 Kugel in der Waffel.

Hartmut geht mit seinem Eis schon mal an Bord, weil es hier oben im Wind ganz schön kühl ist. Ich kann meine Waffel ja nicht abstellen und versuche einhändig mein Rad zu parken und abzuschließen. Dabei kippt es mir auf die Füße und mein Zeh jault anständig. An Bord gibt es noch ein Getränk aus dem kleinen Glas und dann geht es in der Hoffnung auf eine bessere Nacht ab in die Koje.
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