Sonnabend, den 27. Juni 2026 Tunø -> Hou

Auch heute verspricht wieder ein schöner sonniger und warmer Tag zu werden. Aber erst einmal schläft die ganze Besatzung sehr lange- selbst der Frühaufsteher Wim.

Hjördis hatte gestern Abend beim Kaufmann noch Brötchen per SMS bestellt, die Jonathan mit dem Fahrrad abholt.

Die Kinder gehen mit Wim an den Strand zum Badenund wir fahren einmal per Rad zum Kaufmann bzw. die Straße so lange weiter, bis sie zur Schotterpiste wird. Viel weiter als bis zum Kaufmann war ich vorher noch nie. Das Fahrrad macht’s möglich, wobei meine Batterie immer mal wieder abschaltet und dann muss ich ganz schön strampeln. War nicht richtig eingeklickt.

Wir statten der Røkeri wieder einen Besuch ab und teilen uns diesmal Fish und Chips. Wieder total lecker.

Hjördis und Joni wollen nochmal vom Steg aus baden und leihen dafür ein Fahrrad mit Kindersitz für 50 Dkr. aus.

Ich fahre mit, aber kriege meine Füße doch nicht ins kalte Nass, weil die Treppe ins Wasser ziemlich glitschig aussieht. Wim findet das Wasser hier auch ganz schön kalt und kommt wieder raus. Als er nochmal zu seinen Eltern ins Wasser will rutsch er prompt auf der Treppe aus, aber es ist grade nochmal gut gegangen.

Am späten Nachmittag bezieht es sich südlich über Fünen sehr dunkel, was auch angesagt war. Gewitter! Und plötzlich fängt es aber auch auf Tunø ordentlich an zu wehen. Nun ja, Windfinder zeigt das jetzt auf seiner Seite für Tunø auch an. War heute Mittag noch nicht so, und wer schaut schon ständig in den Wetterbericht, wenn Hafentag angesagt ist. Der Spuk geht aber schnell vorüber und danach kommt die Sonne wieder durch.

Wir wollen ja noch wieder zurück nach Hou, da die Junioren morgen früh wieder gen Hamburg starten müssen, da für Wim seine erste Geburtstagseinladung am Nachmittag ansteht.

Der Wind soll laut Vorhersage nachher auch noch auf nordwestliche Richtungen drehen.

Also essen wir entgegen der eigentlichen Planung noch auf Tunø Abendbrot. Es gibt Nudeln mit brauner und weißer Soße.

Weil die Hafengeldkontrolle ihren Rundgang macht und wir ja nicht bezahlt haben bzw. auch nicht mehr bezahlen wollen, legt Hartmut einen seiner berüchtigten Alarmstarts hin und wir verlassen fluchtartig den Hafen.

In Hou gibt es am gleichen Platz wie Donnerstag noch einen Absacker, aber wir gehen früh in die Kojen, denn morgen ist ja zeitigeres Aufstehen angesagt.

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Freitag, den 26. Juni 2026 Hou -> Tunø

Es dauert dann doch eine ganze Weile bevor alle nun fünf Besatzungsmitglieder aus den Kojen kommen. War gestern Abend ja auch spät genug (eigentlich war es ja schon heute). Ich kaufe uns beim Brugsen ein Weißbrot und wir frühstücken im Cockpit.

Dann geht es auf die weite Fahrt nach Tunø. Allerdings ist uns der Wind nicht hold. Zwar aus der richtigen Richtung aber doch viel zu wenig um zu segeln. Segel also umsonst ausgepackt. Andererseits kann man natürlich auch argumentieren, dass es gute Seemannschaft ist, Kletje und Vorsegelpersenning vor Fahrtantritt abzubauen.

Auf Tunø finden wir einen Platz an der nördlichen Mole zwischen einem alten dänischen Kutter und einem Motorboothochhaus.

In der Røkeri gönnen wir uns eine kleine Fischplatte bzw. Fish and Chips nebst einem Bier.

Ansonsten ist der Tag geprägt von Faulenzen, einmal zum Kaufmann laufen,

Versuch Krebse zu angeln und – Hjördis und Joni – einem Bad in der Ostsee.

Zum Abendbrot gibt es auf der Pier den gestern in Juelsminde gekauften Plattfisch mit Pellkartoffeln und Petersiliensoße.

Irgendwann geht dann dieser Tag zu Ende – leider muss Wimmi sich in den Schlaf weinen, denn der Tag war wieder viel zu aufregend.

In Tunø tut sich übrigens demnächst so einiges. Am Hafen sind mehrere Aushänge, was am Hafen und im Dort so an baulichen Veränderungen angesagt ist.

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Donnerstag, den 25. Juni 2026 Juelsminde -> Hou

Zunächst einmal nutzen wie die recht ordentliche Familiendusche. Einziger Nachteil: es gibt nur einen! Haken um etwas aufzuhängen. Wer konzipiert eigentlich solche Anlagen?

Anschließend gibt zum Frühstück wieder die leckeren Brötchen.

Elske macht dann noch einmal auf eine Einkaufstour zu Brugsen, Normal und den Fischhöker am Hafen derweil ich ein Webinar mit SAP zum Thema E-Rechnungen habe.

Schattig heute morgen

Dann geht es los Richtung Norden nach Hou, wohin heute Abend Hjördis mit Jonathan und Wim kommen werden. Wir wollen dann morgen früh gemeinsam nach Tunø.

Unterwegs begegnet uns zunächst „Emil Reiseschwein“, das Boot unseres Zahnarztes und Clubkollegen Steffax. Wenig später dann die „Frolleinwunder“ mit dem Co-Eigner Tobi und seiner Freundin an Bord.

Zweimal versuchen wir für einige Zeit zu segeln. Beide Male ist dieser Versuch aber nicht von langer Dauer. Am Ende des Törns haben wir sieben sm gesegelt und 10sm motort.

In Hou fahren wir als erstes zur Tankstelle. Hier kostet der Diesel nur 14,96Dkr – umgerechnet also ca. 1,92 EUR. In dieser Hafenecke steht die Luft und Elske plädiert dafür an eine Brücke vor dem Clubhaus zu verholen. Leider kann man auf dem Gelände nicht parken, aber es gibt zumindest Karren.

Ich baue aus den gestern gekauften Brettern in der Segellast für Wim eine Koje.

Die Fahrräder kommen über Nacht halt an Deck und damit hat Wim eine eigene Koje, so wie Hilleborg sie ganz früher auch mal hatte, bekommt. Mit ihm zu Dritt im Vorschiff war schon im letzten Jahr eine Herausforderung.

Zum Abendbrot gibt es kurzgebratenes Rindfleisch und einen Salat.

Nach dem Essen machen wir noch einen Weg um den Hafen. Beim Eis-Imbiss gönnen wir uns jeder ein dunkles Hancock-Fassbier.

Dabei haben wir eine total nette Unterhaltung mit einem alten dänischen Pärchen. Wir unterhalten uns mit einem Mix aus Dänisch, Englisch und Deutsch. Die Dame berichtet stolz, dass sie im August 75 wird, was wir ja toppen können. Als die alte Dame mitkriegt, dass wir QR-Codes auslesen können „rast“ die mit ihrem Rollator vorweg zu einem Eckhaus, dass ihre Nichte gerade gekauft hat und sie möchte offensichtlich wissen, was in der Annonce steht. Da ist aber leider nur noch der Vermerk „Solt“. Wir erfahren noch, dass sie in der Kirche auf Tunø Orgel gespielt hat. Was war das für eine schöne Begegnung.

Hjördis konnte natürlich doch nicht so früh los, aber als sie um hurz nach ½ 11 ankommen ist es ja noch fast hell und lau. Wir bringen 2 Ikea-Taschen und die Segellasttür ins Auto und Jonathan parkt das beim Fährterminal. Nach einem ausgiebigen Schnack und Snack gehen wir in die Koje. Wim ist total aufgeregt.

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Mittwoch, den 24. Juni 2026 Juelsminde – Hafentag

Heute ist dann noch einmal Waschtag für die dritte Ladung angesagt. Auch hier kostet das Waschen nichts, aber die Maschine hat leider kein Kurzprogramm. Unsere Kühlschrankmatte sieht auch etwas unappetitlich aus und obwohl da schon wieder ne weitere Tasche für eine nächste Ladung wartet, mache ich das, was mich bei anderen Leuten immer total nervt und starte ein 15 Min.- Kurzprogramm. Dabei werde ich dann von meiner Nachfolgerin prompt erwischt. Sie stellt mich zur Rede – peinlich peinlich und ich kann mich nur entschuldigen.

Hartmut fährt einem zum Baumarkt, um Holz und ne Säge zu besorgen, damit er die Segellastkoje verlängern kann. Anschließend besuchen wir zu zweit nochmal Brugsen, netto und Rema 1000 und nehmen schon mal diverses mit. Den Rest besorge ich morgen früh frisch, wenn Hartmut ein Webinar hat.

Heute gibt es Salat mit gekochtem Schinken, Mais und Champignons.

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Dienstag, den 23. Juni 2026 Endelave -> Juelsminde

So – heute soll es dann mal weiter gehen.

Ich kaufe uns zum Frühstück beim Imbiss erst einmal Brötchen. Dann heißt es in Ruhe frühstücken, aufklaren., Fahrräder verstauen und was sonst noch so alles anliegt, bevor man auf die weite Seereise nach Juelsminde gehen kann. Elske hat nochmal schnell die Bettwäsche gewaschen, die dann in Julsminde in Sonne und Wind trocknen kann.

Der Wind kommt heute natürlich erst einmal genau von vorn und wir motoren so weit, bis wir nach Juelsminde abfallen können und setzen dann die Segel. Es wird ein geruhsamer Trip und jetzt haben wir das Glück, dass der Wind ganz langsam südlicher dreht und wir ohne einen Kreuzschlag hoch am Wind nach Süden segeln.

Na ja, plötzlich ist das mit der Fortbewegung ratz fazz vorbei. Auf unserem Weg liegen nämlich zwei flache Stellen und Elske hat bei der Karteneinstellung das Flach nicht gesehen, weil „Ratokker“ genau die Stelle in der Karte verdeckt hat. Sie trifft das Flach es um wenige Meter. Es rumpelt 2x , aber schnell Maschine an und wir sind auch gleich wieder runter.

Direkt vorm Hafen bergen wir dann die Segel und machen zunächst an der Pier vor dem Fischladen fest. Hier weht aber überhaupt kein Lüftchen, da die Gebäude alles abdecken. Also verholen wir noch in den Yachthafen und liegen exakt auf dem gleichen Platz wie vor ein paar Tagen.

Zum Abendbrot gibt es aufgebratene Nudeln mit Gurkensalat.

Danach spazieren wir einmal in Richtung Strand, wo das Sonnenwendfeuer – heute wird in Dänemark nämlich Sankt Hans gefeiert – brennt

und eine Drei-Mann-Combo Musik macht. Die Schlangen am Bierstand laden allerdings nicht ein, uns da einzureihen. Gibt es dann später an Bord.

Wir genehmigen uns noch ein Eis, was allerdings nicht so begeistert.

Hatten wir schon besser und Elske ärgert sich über die Kalorienverschwendung, wenn man sich was gönnt was dann aber nicht richtig lecker ist.

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Montag, den 22. Juni 2026 Endelave – 3. Hafentag

Heute nach dem Frühstück wollen wir entscheiden, wie wir nun weiter vorgehen soll. Unsere Nachbarn wollen einen längeren Spaziergang machen und bitten uns, ihre bei uns festgemachte Achterleine zum Pfahl auszubringen, wenn wir losgehen. Gestern hatten wir bei einem kurzen Schnack erfahren, dass sie im letzten Jahr ihr Segelboot gegen das kleine Motorboot getauscht haben und noch etwas in der Umgewöhnungsphase sind. Aber das ist alles überflüssig, denn wir bleiben einen weiteren Tag hier.

Hartmut hatte bei seinem morgigen Landgang gesehen, dass es hier eine Waschmaschine und einen Trockner gibt und das sogar kostenlos. Hätte ich mal früher wissen sollen, denn da bei uns mehrere Ladungen Wäsche darauf warten, einer gründlichen Reinigung unterzogen zu werden, ist das doch mal ne Ansage. Ich hatte ja neulich mal festgestellt, dass es wesentlich entspannter ist, die Wascherei auf mehrere Tage hintereinander aufzuteilen. Noch ist die Maschine aber besetzt und eine weitere Ladung liegt schon in der Warteschleife. Letztendlich komme ich um 15:30 Uhr an die Reihe und kann grade noch verhindern, dass eine andere Deutsche mir meinen Platz streitig macht. Ich weiß nicht, woher die Leute immer die Dreistigkeit nehmen so eine offensichtliche Reihenfolge zu ihren Gunsten zu ignorieren, denn meine Wäsche stand ja eindeutig schon auf der Waschmaschine, als sie mit ihrer angekommen ist.

Das geht ja oft so weit, dass wenn es Listen für die Reihenfolge gibt, die Leute sich ‘nen Kehricht darum scheren. Deshalb ist es immer ratsam, sich ein paar Minuten vor Ende der Waschzeit an der Waschmaschine einzufinden. Die Miele ist dann auch schnell und effektiv, der Trockner daneben eine Lahmarschente. Vielleicht ist der untere Filter verstopft, aber das übersteigt meine technischen Möglichkeiten und so bin ich froh, dass Sonne und Wind auf „Ratokker“ ganze Arbeit leisten.

Während Miele wäscht habe ich aus unserem Rindfleisch ein Boeff Stroganoff ähnliches Gericht gezaubert, dass es mit Nudeln zum Abendbrot gibt.

Unsere netten dänischen Nachbarn verhelfen Hartmut auch zu einer weiteren geöffneten Rotweinflasche und – was hat er für ein Glück – auch zu einem eigenen Korkenzieher, denn sie haben zwei an Bord. Glück muss der Mensch haben. Um 20:30 Uhr gucke ich dann ein letztes Mal, ob die Wäsche nicht doch mal langsam trocken ist, aber sie muss zum Abschluss doch nochmal ne kurze Zeit auf die Leine bzw. die Seereling.

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Sonntag, den 21. Juni 2026 Endelave – 2. Hafentag

Heute radeln wir mal in die andere Richtung an der Kirche vorbei.

Hier gibt es mehrere neue bzw. frisch renovierte Häuser.

Auf Höhe von „Airport Endelave“ setzt grade ein kleiner Flieger zur Landung an. Elske hat das erst bemerkt, als er schon über ihr war, dabei weist ein Verkehrsschild deutlich auf so eine mögliche Situation hin. Kopf einziehen war aber nicht nötig, wobei der Fahrradhelm hier nicht wirklich geholfen hätte. Immerhin parken 4 kleine Flieger auf der Anlage, was zeigt, dass es deutliche Nachfrage für diese Anreisemöglichkeit gibt.

Am Ende der asphaltierten Straße wird ein großer gelbgestrichener Hof zu Verkauf angeboten.

Unterwegs schnieft und niest Hartmut deutlich mehr als im Hafen. Die Pollenflugvorhersage weist Gräser als derzeitige „Übeltäter“ aus. Wir kaufen am kleinen privaten Stand noch Brombeermarmelade und gehen deshalb nach einem Eis zurück an Bord.

Hartmut stattet später dem kleinen Laden nochmal einen Besuch ab, in der Hoffnung dort einen Korkenzieher erstehen zu können. Da gibt es eine nicht unerhebliche Anzahl an Küchengerätschaften, aber ein Korkenzieher ist leider nicht darunter.

Zum Abendessen gibt es heute Bauernfrühstück

und ein kleiner Schluck Rotwein ist ja noch in der angebrochenen Flasche.

Wir gucken noch einmal über die Kante, aber bis zum Sonnenuntergang dauert es noch und um darauf zu warten ist es uns nach der Wärme des Tages dann doch zu frisch.

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Sonnabend, den 20. Juni 2026 Endelave – Hafentag

Heute Nacht war wieder mal richtig was los. Ein heftiges Gewitter mit Böen bis 17m/s und Regen aus Südwest zog über uns weg. Irgendwie war das zwar schon angekündigt, aber nicht in dieser Heftigkeit. Überall standen Männer in Unterwäsche an Deck, um die Leinen zu kontrollieren. Weiter südlich waren die Auswirkungen aber doch deutlich heftiger. Am Kiel-Leuchtturm wurden 11 Beaufort auf Helgoland sogar fast 12 gemessen!

Vor Æbelö war ein Rettungskreuzer aus Juelsminde einer österreichischen Yacht nach Grundberührung zur Hilfe geeilt. Beim Abbergen gingen 3 Rettungsleute über Bord. Man kann immer wieder nur Hochachtung vor dem Job haben, den die Seenotretter ja überwiegend ehrenamtlich machen.

Durch die unterbrochene Nacht dauert es dann auch etwas länger, bevor wir heute morgen aus den Kojen kommen und frühstücken. Immerhin scheint jetzt wieder die Sonne und es ist schön warm. Und der Wind weht auch aus südwestlicher Richtung nur noch um die 5 m/s.

Nach dem Frühstück hole ich die Fahrräder aus dem Vorschiff und wir machen eine Radtour über den nördlichen Teil der Insel, wobei wir uns auf die asphaltierten Straßen beschränken, da Elske vor den Schotterpisten insbesondere seit ihrem Sturz (obwohl da ja auf Asphalt passiert ist) großen Respekt hat.

Immerhin wohnen auf Endelave noch 147 Einwohner (Stand lt. Wikipedia am 1.1.2025). Eine Reihe von den älteren Häusern ist auch in einem guten renovierten Zustand, andere könnten dagegen gerne mal ein Facelift vertragen. Daneben gibt es auch wenige neu gebaute Anwesen.

Am Nachmittag versuche ich leider vergeblich in dem kleinen Kaufmannsladen einen Korkenzieher zu erstehen. Viel Küchenzubehör aber eben leider kein Korkenzieher.

Zum Abendbrot gibt es kurzgebratenes Rindfleisch mit Salat und geröstetem Brot. Unsere Nachbarn kriegen den Rest Salat und wir mit dem abgewaschenen Topf zwei Stücke Niederegger Marzipan zurück. Guter Tausch!

Heute gibt es dem Wetter angemessen Bier zum Absacken auch allein schon um dem Flüssigkeitshaushalt auf die Sprünge zu helfen. Hartmut kämpft seit Tagen wieder mit Nasenbluten. Eine heuschnupfenbedingte Lecknase ist dabei natürlich auch kontraproduktiv.

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Freitag, den 19. Juni 2026 Juelsminde -> Endelave

Tatsächlich scheint doch wieder die Sonne von einem nahezu blauen Himmel. Und es ist sogar noch wärmer als gestern. Hatte der Wetterbericht ja auch angekündigt und behält auch tatsächlich Recht.

Ich nutze ausgiebig die sanitären Möglichkeiten – Dusche geht hier nach Verbrauch per Tally-Card. Allerdings gibt es nur eine Einheitstemperatur und die Dusche läuft solange wie das Guthaben der Tally-Card reicht. Mit anderen Worten: Keine Armatur. Etwas ungewöhnlich, spart aber Kosten bei der Installation und vor allem kann nichts kaputt gehen.

Nach dem Frühstück staue ich die Fahrräder aus und wir begeben uns auf eine Einkaufstour. Zunächst beim Super Brugsen die Preise checken, dann zu Netto und wieder zurück zum Brugsen. Dabei hat die Strasse so eine lange Steigung. Mit dem Elektroantrieb unserer Brompton-Räder fährt sich das aber superleicht.

Zum Abschluss der Lebensmittelbeschaffung dann noch Schollen-Filets beim Fischhöker am Hafen.

Fahrräder wieder einstauen, Kuchenbude abbauen, Kletje und Vorsegel-Sonnenverhüterli abbauen und auslaufen. Nee vorher noch Wasser bunkern.

Der Wind hat mittlerweile auf südöstliche Richtung gedreht und wir können mal wieder am Wind segeln.

Leider dauert dieser Zustand nur eine Stunde. Dann ist der Wind weg und wir motoren. Kurz vor der Hafeneinfahrt kommt dann noch einmal kurzfristig mehr Wind, aber nun bleiben die Segel unten. Schon in Haderslev sollte ich den Schlauch einmal ins Cockpit halten. Das habe ich mit, „ich will nachher das Cockpit schrubben“ abgelehnt. Heute soll das nun unterwegs passieren, aber erstmal können wir ja segeln. Als Elske das beim Motoren vor dem Hafen einfordert (sie möchte nur einmal den Dreck weggespült haben und gar nicht, dass großartig geschrubbt wird), streikt die Seewasserpumpe im Achterschiff und ich krieg sie erst im Hafen zum Laufen. Nächstes Mal muss ich wohl gleich Kleinbei geben. Kommentar der Bordfrau „Hoffentlich“!!!

Irgendwie ist unser Anleger nicht so toll. Ich bekomme achtern keine Leine über die Pfähle. Ist aber nicht so schlimm, da wir mit der Nase ziemlich im Wind liegen. Mit Hilfe des Schlauchbootes bringe ich dann die Achterleinen aus. Ist schon ganz hilfreich, das Teil immer hinterher zu schleppen.

Hafengeld wird hier nicht mehr per Automat bezahlt sondern über die App Harba. Und der weißbemützte Hafenkapitän ist entweder noch nicht im Sommereinsatz oder wurde eingespart.

Zum Abendbrot gibt es (wieder) Schollenfilets mit Pellkartoffeln und Dill-Dipp sowie Gurkensalat-Deko. Da die Gefahr besteht, dass es heute Nacht – und ziemlich sicher morgen Mittag – regnen soll, wird nach dem Abendbrot Büdchen gebaut. Da es etwas frischer geworden ist, ist es so auch gleich gemütlicher

Ansonsten SKANDAL!!!! Keine Korkenzieher an Bord. Wie konnte das passieren? Vermutlich ist er bei einer der geleerten Flaschen irgendwann mal an Land geblieben. Nun bislang habe ich Rotwein aus dem Sack und Elske keinen Weißwein getrunken. Daher ist das nicht weiter aufgefallen. Gott sei Dank kann der Notstand mit Hilfe unserer österreichischen Nachbarn aus Wien behoben werden. Da muss ich dann wohl bei nächster Gelegenheit einen Korkenzieher käuflich erwerben.

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Donnerstag, den 18. Juni 2026 Juelsminde – Hafentag

Heute Morgen scheint doch tatsächlich die Sonne und es ist auch wärmer. Das verstetigt sich im Laufe des Tages immer mehr und nachmittags ist es dann schon richtig schön.

Wir wollen heute hierbleiben und dann morgen nicht so spät nach Endelave, um vor den dänischen Wochenendseglern dort einen guten Platz zu bekommen.

Nach dem Frühstück machen wir einen Spaziergang in den Ort. Am Hafenkopf wird umfangreich gebaut. Ein neuer Spielplatz und Möglichkeiten zum Chillen entstehen. Noch nicht ganz fertig, aber das dürfte sich nur noch um Tage handeln.

Natürlich statten wir dem kleinen Bootsausrüster einen Besuch ab und stöbern auch in den paar Geschäften und der Røde Kors Butik, die wenig Ansprechendes bietet und wieder muffig riecht. Auffällt ist, dass es offensichtlich hier in ist, dass die Oberteile viele Falten haben. Muss ich zur Erläuterung mal irgendwo fotografieren.

In einem Klamottenladen am Hafen gibt es zwar sonst nichts Aufregendes aber für mich für 149,- Dkr ein paar neue leichte Schuhe, weil Elske meint, meine hätten nur noch eine begrenzte „Lauf“zeit.

Der Tag vergeht weiter damit, dass ich eine Differenz zwischen SAP und anderen Zahlen in der Gotthardtschen Buchhaltung suche. Dabei dachte ich, ich sei fertig.

Zum Abendessen gibt es wieder kurzgebratene Medaillions, die mit Speck umwickelt sind mit Champignons, Salat und Röstbrot.

Im Gegensatz zu den letzten Tagen kann man im Cockpit sitzen, ohne zu frieren.

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