Hartmut geht duschen und ich mache an Bord Kultur und gleichzeitig Frühstück. Wir gucken erst zum Fischhöker am Hafen, der Ausverkauf tiefgekühlter Waren anbietet, aber das lockt nicht. Bei der alten Røgeri erstehen wir 2 Plattfische und etwas Algensalat. Gestern hat sich hoch am Wind unsere Espressomaschine selbständig gemacht. Eigentlich ist sie mit nem Gurt gesichert, aber da war kein Gurt. Während mir so ist, als habe ich sie irgendwann damit festgezurrt meint Hartmut, er hat ihn wieder mit nach Hause genommen. Egal, es muss ein Neuer her, was wir im örtlichen Bootshandel (der auch reichlich Klamotten anbietet und wo ich dem Kauf eines Kleides widerstehen kann, weil ich schon genug Kleider nicht trage) erledigen können. Er ist diesmal (auffällig) gelb, weil ein schwarzer doppelt so teuer war.
Am Hafen präsentiert sich die örtliche Feuerwehr und Höhe.

Gegenüber bietet ein Autohändler die neuesten Elektromobile an. In einem kleinen Laden, der schließt und nur noch wenig Ware im Angebot hat, erstehen wir für Hartmut einen feingestrickten Ringelpulli. Eigentlich ein Damenpullover, aber das sieht man dem ja nicht an.

Wir kaufen bei Brugsen Vorräte für die nächsten Tage, bunkern noch Wasser und machen uns – ohne ein weiteres Wort darüber zu verlieren, denn wir sind uns offensichtlich einig – auf den Weg nach Lyø.
Familie Niemann hatte uns für heute in Fåborg am Hafen alte Autos angekündigt und gemeint, Lyø sei bestimmt total voll. Beides ist dann aber doch nicht eingetreten und wir können auf Lyø unter reichlich freien Plätzen wählen.


Nach einem Anbinder in der warmen Sonne machen wir erstmal ein Nachmittagspäuschen.

Danach ist der Wind dann aber doch frisch und wir bauen Büdchen, bevor ich den Fisch in die Pfanne kriege.

Nach dem Abendbrot – Rotzunge mit Pellkartoffeln und einem Salat sowie Erdbeeren zum Nachtisch – gibt es wieder ein Gewitter mit bis zu 14,5 m/s und reichlich Regen.



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