Freitag, den 5. Juni 2026 Marstal -> Fåborg

Heute Morgen weht es zwar noch ganz gut aus Südwest, aber das soll im Laufe des Tages weniger werden. Wir wollen nach Fåborg und das bedeutet einen Raumschots- bzw. Halbwindkurs. Können wir gut nur mit der Genua machen.

Bei einer der kleinen Werften in Marstal liegt auch der 12er mit dem kaputten Mast.

Durch das Mørkedyb geht es mit guter Fahrt bei glattem Wasser gen Nordwest. Auf Höhe von Drejø kommt der Wind spitzer, so dass wir die Untiefentonne westlich der Insel nicht mehr anliegen können. Außerdem flaut es ab und wir laufen nur noch gut drei Knoten. Daher entschließe ich mich, das Großsegel zu setzen. Also Genua einrollen – Motor an – Groß setzen – Genua wieder ausrollen. Elske hätte die Nerven behalten, wäre zur Tonne motort und hätte abgewartet, dass der Wind wiederkommt, aber Hartmut wollte es ja anders. Er ist doch sonst nicht son Hektiker. Das missfällt Rasmus aber offensichtlich auch, denn bums ist der Wind wieder da. Um ein Reffen komme ich aber herum.

Zwischen Drejø und Avernakø führt uns der Kurs weiter Richtung Fåborg, wo wir direkt vor der Hafeneinfahrt die Segel bergen und im alten Handelshafen auf der Leeseite des zweiten Steges einen Platz bekommen.

Nun schnell den Rest aufgeklart und dann Richtung Innenstadt, bevor die Geschäfte wie in Dänemark üblich um 17:30 Uhr schließen., Aber was ist das? Wir haben doch Freitag und alle Geschäfte sind geschlossen? Ach so – in Dänemark ist heute „Verfassungstage“. Dies ist zwar eigentlich kein offizieller Feiertag aber fast alle Geschäfte haben geschlossen. Nur ein Schuhgeschäft hat geöffnet.

Und selbst bei Brugsen können wir nicht einkaufen.

Das Fåborg Røgeri Cafe am Hafen hat aber geöffnet. Dort gibt es Räucherfisch nicht nur zum Verzehr an Ort und Stelle sondern auch außer Haus. Mit drei Stücken warmrøkt Lax und einer Lacksfrikadelle ziehen wir von dann. Abendbrot gerettet.

Eben diesen Lachs mit Pellkartoffeln und Dip gibt es dann auf „Ratokker“.

Anschließend machen wir uns auf den Weg zu einem Klönschnack auf der „Ulyssa“, die im Yachthafen liegt.

Beim Sonnenuntergang geht es zurück auf unser Boot und in die Kojen.

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