Freitag, 29. Mai 2026 Wedel -> Glückstadt

Dieses Wochenende ist das SVAOe-Otterndorf Wochenende. Also freitags nach Glückstadt und sonnabends Grillen in Otterndorf. Das ist doch die perfekte Möglichkeit, die Sommertour zu beginnen und auf dem Rückweg elbauf nach Backbord in den NOK abzubiegen.

Die Tide läuft ab ca. 16:00 Uhr. In den vergangenen Tagen haben wir bereits bis auf die frischen Lebensmittel und alles was sonst noch zu Hause so rumliegt, an Bord gebracht.

Morgens fahre ich noch einmal nach Hamburg, um unser Auto aus der Reparatur zu holen. Elske hatte neulich die Abmessungen unseres neuen Hallenparkplatzes unterschätzt und die Motorhaube am Pratzen eines davor abgestellten Winterlagerbockes angeditscht. Bevor das anfängt zu rosten, sollte möglichst die Beule raus und die Stelle – ggf. auch die ganze Haube – neu lackiert werden. Elske kauft noch letzte Lebensmittel ein und wir kommen gegen 14:12 Uhr (geplant war 14 Uhr) frischgeduscht und mit ordentlich aufgeräumter Bude (Robby unser Haushaltshelfer hat nochmal gesaugt und gefeudelt) im Mühlenweg los.

Wir brauchen dann doch noch zwei Karren, um alles an Bord zu bringen. Während Elske das Einstauen übernimmt bringe ich die Karren zurück und melde uns beim Hafenmeister Sven Nagel für die nächsten zwei Monate ab.

Dann geht es los. Zunächst zur Tankstelle, um den Dieseltank aufzufüllen und auch noch Wasser zu bunkern. Auf dem Weg dorthin kommt uns schon unser „Vereinsbesitzer“ mit seiner „SY Luise“ entgegen

Wir haben Stauwasser, als wir auf die Elbe kommen. Nachdem wir aufgeklart haben, setzen wir Segel. Raumschots geht es elbab. Höhe Stadersand zieht über Bützfleth eine schwarze Wand herauf. Da Brunsbüttel Elbe Traffic und Wetteronline vor Gewitterböen mit 8 Beaufort gewarnt hat, bergen wir vorsichtshalber die Segel. Die bei Gewitter geradezu hysterische Ehefrau hatte außerdem bei der ersten Tour des Jahres darum gebeten, den Bogen nicht zu überspannen.

Außer einem heftigen kurzen Schauer passiert aber glücklicherweise nichts weiter, so dass wir vor Abbenfleth erneute die Segel setzen. Rasmus ist uns aber nicht hold und der Wind schläft ziemlich ein, so dass wir dann doch wieder motoren müssen.

Stephan mit der „Luise“ nimmt den Weg durchs Kartoffelloch und wir hinterher. Ist wohl wieder gebaggert worden, denn die geringste Tiefe sind 2.6m drei Stunden vor Niedrigwasser.

In Glückstadt ist der Hafen doch recht voll, aber wir finden vor der Schleuse auf der Backbordseite als drittes Schiff längsseits einen Platz.

Und natürlich kommt genau beim Anlegen noch einmal ein kurzer Schauer und die Ansage unseres Nebenliegers, dass sie morgen früh um 5 Uhr auslaufen wollen. Da wir ja auch bei Tidenwechsel um 9 Uhr vor Otterndorf sein wollen, ist das für uns kein Problem.

Zum Abendbrot gibt es Nudeln mit Bolo. Stephan isst mit uns und dann klönen wir ausgiebig im Cockpit. Wir sind in Glückstadt ganze 4 SVAOe-Boote („Havkarlen“, „Luise“, „Maren“ und „Ratokker“) und das soll für dieses Wochenende tatsächlich auch so bleiben.

Das Wetter zu Hartmuts 77. Geburtstag also gemischt, eigentlich hätte ihm Besseres zugestanden.

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