Heute soll es nun wirklich mal weiter – und zwar nach Süden – gehen. Der Wettergott ist uns aber nicht so recht hold. Zunächst regnet es nämlich.

Das soll aber gegen 10:00 vorbei sein. Also erstmal in Ruhe frühstücken.

Als wir auslaufen bekommen wir plötzlich von unserer Tochter Siiri Auslaufbilder. Richtig, Alex, den wir ja vor zwei Tagen bei Starbucks getroffen haben, hat uns gesehen, fotografiert und die Bilder an sie geschickt.

Mit den Schnellfähren haben wir heute mehr Glück. Sowohl die große Fähre nach Seeland als auch die kleine nach Samsø sind vor uns weg.
Weniger Glück haben wir mit dem Wetter. Wind genau von vorn und nur so um die 3 m/s. Also nix zum Segeln. Dafür als Ausgleich? leichter Nieselregen und eine bescheidene Sicht.

Naja, irgendwas ist ja immer. Hoffentlich kommen wir so voran, dass uns der für den Spätnachmittage angekündigte Starkwind uns nicht noch erwischt. Über Lyngby Radio wird auch für die Belte eine „gale warning“ herausgegeben.

Unterwegs schließe ich meinen Drucker an und drucke die in der Zwischenzeit eingegangenen Rechnungen, da ich in den nächsten Tagen dringend Buchhaltungsarbeiten für Siiri erledigen muss. Schon gut, wenn man einen Wechselrichter an Bord hat.
Tatsächlich dreht der Wind erst zwei Seemeilen vor unserem Ziel Juelsminde auf West und nimmt auf bis zu 8 m/s zu. Außerdem fängt es ordentlich an zu regnen.

Da in Dänemark ja mittlerweile die Ferien begonnen haben ist es in Juelsminde auch nicht mehr so leer wir vor zwei Wochen. Im „neuen“ Yachthafen gibt es nur an der Außenmole freie Plätze. Bei dem zu erwartenden Wind liegt man da aber bescheiden. Wir finden einen vernünftigen Platz im „alten“ Yachthafen, wenn auch mit dem Heck im Wind. Aber hier liegt man durch die Bebauung bei den vorhergesagten westlichen Winden eigentlich recht geschützt.
Nachdem es unterwegs schon mal einen mit Rum verlängerten Tee gegen hat, gönnen wir uns ob der Temperaturen einen Kakao.

Und wir gönnen uns unsere ins Cockpit umgeleitete Heizung, um es trocken und warm zu bekommen und trinken erstmal einen Kakao.

Elske quält mit einer ersten Ladung die Waschmaschine in der Damen-Toilette. Eigentlich ist das ja diskriminierend. Waschmaschine nur für Frauen? Welch ein altmodisches Weltbild! (Am Dienstag werde ich feststellen, dass es im Herren-Bereich auch Waschmaschine und Trockner gibt).
Zum Abendbrot gibt es Frühlingsrollen, die Elske schnell bei REMA 1000 gekauft hat.

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