Heute haben wir gut geschlafen – geht doch!
Die Sonne scheint und wir sind nicht nur spät aus den Kojen sondern auch spät mit dem Frühstücken –High Noon – fertig. Da muss ich mich richtig beeilen, um noch Fisch beim Fischhöker auf der anderen Hafenseite kaufen zu können. Hartmut hat festgestellt, dass es dort zwei Läden gibt. Das ist auch gut so, denn im ersten gibt es keine Skrubber mehr. Das sind kleine Plattfische. Es ist mit Abstand der günstigste Fisch und dabei total lecker. Der lässt sich auch gut von der Gräte abpuhlen, sodass selbst Hartmut damit kein Problem hat. Also Skrubber im 2.Laden und ein Bund Dill gekauft, hab ich nicht grade günstiger Fisch gesagt diesmal ganz schön teuer 240 Dkr für 4 Stück.
Wieder an Bord machen wir uns reisefertig fürs Kulturprogramm „Den Gamle By“. Hartmut hat an seinem Fahrrad eine Handyhalterung, um ne Route abzulesen. Die wurde heute geschont und so machen wir nen kleinen Umweg. Nachdem wir pro Nase 205 Dkr. Eintritt gelöhnt haben (haben wir nicht im Herbst noch 190 Dkr. bezahlt? Und leider gibt es in Dänemark im Gegensatz zu Schweden keine Senioren-Ermäßigungen), erkunden wir die vielen alten Gemäuer und bewundern die liebevoll zusammengetragenen Inneneinrichtungen.

Besonders Gefallen finde ich an den alten Uhren.

Und ich muss mir natürlich in der Bäckerei ein Baiser gönnen.
Auf einem Platz sind diverse „Fahrgeschäfte“ für Kinder aufgebaut, ein kleines Karussell, Schiffsschaukel, diverse Holzspielzeuge u.a. eine kleine Kegelbahn.

Das wird alles gern genutzt, weil heute viele Familien mit Kindern unterwegs sind. Das besonders hubbelige Kopfsteinpflaster ist für uns knochengeschädigten Oldies schon wirklich anstrengend zu belaufen.

Auf dem Heimweg machen wir bei Lidl Halt und gucken in eine Halle mit Sonderposten für Herren und Kinderklamotten.
In der Altstadt halten wir bei Starbucks und genehmigen uns erneut einen Iced Frappucino.

Ich gucke den vorbeiflanierenden Leuten zu und siehe da, wer kommt da anspaziert: Alex Kähler-Koch mit seinem Mann Moritz. Die habe auf dem Rückweg von der Jammerbucht in Aarhus Station gemacht und sind grade im Shoppingfieber. Sie wohnen im Lighthouse, dem höchsten Gebäude in der Hafencity, und gucken vielleicht später nochmal auf einen Drink vorbei.
An Bord bereite das Abendessen vor, brate die Skrubber und koche Tunø-Kartoffeln, die mit Dill-Dipp wieder hervorragend munden.

Ein Däne war heute Mittag so nett, mir mit Mobil-Pay am Stand Erdbeeren zu kaufen, die ich ihm dann mit baren Dänenkronen bezahlt habe.

Mobil-Pay kann man wie das schwedische Swish nur installieren, wenn man ein inländisches Konto besitzt. Da wäre doch PayPal viel internationaler und könnte auch von Ausländern problemlos genutzt werden. In Schweden haben ja sogar Bettler Swish.
Von achtern zieht es dunkel auf und taucht die Hafenkulisse in gespenstiges Licht.

War für diese Uhrzeit gar nicht angesagt.

Bei Wein und einem Brandy klingt der Tag aus.
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